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Zum Grünschnack geht es in die Moschee

Wunstorf Zum Grünschnack geht es in die Moschee

Ziel des Grünschnacks, einer Veranstaltungsreihe der Grünen, war am Mittwochnachmittag die türkisch-islamische Gemeinde Aksa Camii an der Bahnhofstraße. Die Gastgeber gaben den Besuchern Einblicke in das Gemeindeleben und informierten über ihren Plan, eine neue Moschee zu bauen.

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Grünschnack in der Moschee: Islamische Gemeindemitglieder öffnen ihre Türen für die Besucher.

Quelle: Nandy

Wunstorf. Das Gebäude, das als Moschee und sozialer Treffpunkt genutzt wird, ist zu klein geworden. Anfangs zählte der Verein rund 50 Mitglieder, mittlerweile seien es 200, sagte Mustafa Cöl, Vorsitzender der Gemeinde. Dazu kommen zahlreiche Familienangehörige, die nicht selbst Mitglied sind. Etwa 3000 Moslems leben im Einzugsgebiet der Wunstorfer Moschee, die dem Ditib-Dachverband angehört

Allein 120 Kinder werden dort betreut. Eine Etage des geplanten dreigeschossigen Neubaus soll deshalb für deren Erziehung und Bildung genutzt werden können, ergänzt der stellvertretende Vorsitzende Ayhan Seven. Auch Jugendliche sollen einen eigenen Raum erhalten. Das alte Gebäude soll abgerissen werden, die neue Moschee mit einem kleinen Minarett künftig anders als jetzt auch als solche  deutlich erkennbar sein. Es werde jedoch nicht zum Gebet gerufen.

Bis sich Gläubige in einem neuen Gebäude treffen können, dürfte es aber noch einige Zeit dauern. Zunächst müssen die Pläne von der Dachorganisation sowie der Stadt genehmigt werden. "Dann klopfen wir an Türen und sagen bitte, bitte. Wir kommen auch zu den Grünen", hofft Cöl auf Unterstützung von Seiten der Politik. Denn: Eine Finanzspritze für den Bau wird es von der türkischen Regierung nicht geben. Diese übernehme einzig die Kosten für die Ausbildung und Beschäftigung der Imane. "Die Moscheen in der Türkei werden auch nicht vom Staat bezahlt." Die Gemeinde ist also auf Spenden angewiesen.

Veränderungen könnte es demnächst auch bei den Predigten geben. Da der Großteil der Besucher bisher Türken waren, werden diese in türkischer Sprache gehalten. Doch inzwischen sind etwa 30 Prozent der Teilnehmer des Freitagsgebets syrische Flüchtlinge. Es gäbe Überlegungen, die Predigten künftig in türkischer und arabischer Sprache abzuhalten, sagt Orhan Güner, Türkisch- und Islamlehrer.

Wer gerne einmal mit den Gläubigen ins Gespräch kommen oder die Moschee einmal von innen sehen möchte, hat dazu auch beim jährlichen Kirmesfest Gelegenheit. Gefeiert wird am Wochenende, 14. und 15. Mai. Heute bieten die Frauen ab 12 Uhr selbstgemachte türkische Pizza (Lahmacun) an.

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Fotostrecke Wunstorf: Zum Grünschnack geht es in die Moschee

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Von Rita Nandy

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