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Johanniter müssen Reisende versorgen

Wunstorf Johanniter müssen Reisende versorgen

Für die Johanniter hat der Stillstand des Bahnverkehrs zu einem großen Einsatz am Wunstorfer Bahnhof geführt. Und auch die Blumenauer Feuerwehr wurde am späten Donnerstagabend noch zu einem Einsatz in die Hohner Straße gerufen.

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Helfer der Johanniter müssen 580 Reisende am Bahnhof Wunstorf versorgen.

Quelle: Johanniter

Wunstorf/Blumenau. Rund 580 Reisende aus dem ICE 847 hatten wegen des Sturms ihre Fahrt gegen 13 Uhr in Wunstorf unterbrechen müssen. Als Getränke und Essen im Zug auszugehen drohten, wurden 25 Helfer der Johanniter gegen 21 Uhr alarmiert. Sie heizten den Kochkessel an und brachten Material zum Bahnhof. Auf dem Bahnsteig bauten sie eine Verpflegungsstelle auf und versorgten die Reisenden, die sich freuten. Darunter waren Familien und eine Jugendgruppe ebenso wie drei ältere Damen aus Bergisch Gladbach, die den Einsatz der Johanniter lobten. Der war noch lange notwendig: Erst um 7.13 Uhr konnte der Zug seine Fahrt fortsetzen. Die Johanniter waren mit sechs Fahrzeugen im Einsatz und hatten zwei der Reisenden an einem Rettungswagen versorgen müssen.

In Blumenau drohte unterdessen ein entwurzelter Baum auf ein Grundstück zu stürzen. Der Hauseigentümer hatte den Sturmschaden in seinem Garten schon am Mittag an die Leitstelle der Feuerwehr gemeldet. Die hatte durch das Sturmtief Xavier im gesamten Stadtgebiet mit der Koordination der Einsätze schon jede Menge zu tun. Wahrscheinlich sei seine Meldung dadurch nicht an die zuständige Feuerwache weitergegeben worden, nimmt der Blumenauer an und zeigte Verständnis. Weil der Baum aber mittlerweile drohte, auf das Nachbargrundstück zu kippen, sei er nach der Arbeit kurzerhand selbst bei der Feuerwache in Blumenau vorbeigefahren. "Ich habe einfach gefragt, ob man mir helfen kann. Die Feuerwehrleute haben sich sofort auf den Weg gemacht", sagte er dankbar.

Zu dieser Zeit stand aber die große Drehleiter noch nicht wieder zur Verfügung.  Die Blumenauer Feuerwehrleute wussten sich zu helfen, brachten eine eigene mit Leiter mit. Um ein Umkippen des sich bereits stark zur Seite neigenden Baumes zu verhindern, setzen die Experten auch eine Seilwinde ein. Mit der Kettensäge wurden Äste gekürzt und der Baumstamm gekappt. Nach etwa zwei Stunden war der Rückschnitt erledigt und die Feuerwehr konnte ihren abendlichen Einsatz beenden. 

"Schade, dass wir keinen Kamin haben, Holz liegt ja jetzt genug im Garten", sagte der Hausbesitzer anschließend schmunzelnd. Erleichterung auch bei den Nachbarn. Sie konnten beruhigt schlafen gehen.

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Fotostrecke Wunstorf: Johanniter müssen Reisende versorgen

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Von Christiane Lange-Schönhoff und Sven Sokoll

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