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Jugendheim Waldhof soll bestehen bleiben

Wunstorf Jugendheim Waldhof soll bestehen bleiben

Die Regionsversammlung berät in der nächsten Woche über die Zukunft des Kinder- und Jugendheims Waldhof in Wunstorf.

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In der Außenstelle des Kinder- und Jugendheims Waldhof an der Marienburger Straße leben derzeit 36 Jugendliche.

Quelle: Rita Nandy

Wunstorf.  Unbegleitete  minderjährige Ausländer haben in der Wunstorfer Außenstelle des  Kinder- und Jugendheims Waldhof ein neues Zuhause gefunden. Seit August 2016 bietet die Einrichtung in zwei Modulbauten und einem ehemaligen Gebäude der Berufsbildenden Schule Neustadt an der Marienburger Straße 36 Plätze in fünf Wohngruppen. Träger ist die Region Hannover. Im August nächsten Jahres läuft die Betriebserlaubnis aus. 

Über eine Weiterführung des Kinder- und Jugendheims soll nun die Regionsversammlung auf ihrer nächsten Sitzung am Dienstag, 14. November, beraten. Die Vorlage der Regionsverwaltung sieht dabei eine Neuausrichtung vor, um veränderten fachlichen und wirtschaftlichen Anforderungen Rechnung zu tragen. Künftig soll das Angebot aus zwei Wohngruppen, zwei Gruppen für betreutes Jugendwohnen sowie einer Inobhutnahmegruppe, die in Krisensituationen Kindern und Jugendlichen schnell Schutz bieten soll, bestehen. „Die meisten Jugendlichen benötigen aufgrund ihres Alters keine so intensive stationäre Betreuung“, teilt Sonja Wendt, Pressesprecherin der Region Hannover, mit. Derzeit werden die jungen Leute im Alter zwischen 14 bis 18 Jahren unter anderem aus Syrien, dem Irak und Afghanistan rund um die Uhr betreut. Durch die Neuausrichtung solle die Selbständigkeit, das vorrangige Ziel der Jugendhilfe, stärker gefördert werden. In den Gruppen sollen auch künftig überwiegend unbegleitete minderjährige Flüchtlinge wohnen, aber sie stehen auch einheimischen jungen Leuten offen.

Durch die Umwandlung von zwei Gruppen in Betreutes Jugendwohnen würden auch weniger pädagogische Fachkräfte benötigt, heißt es in der Vorlage. Um Fachpersonal aber langfristig zu binden, sollen Zeit- in unbefristete Verträge umgewandelt werden. „Insbesondere bei den Erziehern stellt die Personalgewinnung bis heute eine besondere Herausforderung dar“, schreibt die Regionsverwaltung. Derzeit sind 30 pädagogische Mitarbeiter in den fünf Gruppen tätig. Durch die Neuausrichtung würden sich die Anzahl der Wohnplätze von 36 auf 46 erhöhen.

Weil eine Sonderregelung ausläuft - baurechtlich wurden die zwei Modulbauten bisher als „Flüchtlingsunterkunft“ genehmigt –, müsste die Region jetzt eigentlich noch einen Fahrstuhl einbauen, damit die Nutzer barrierefrei ins Obergeschoss gelangen können. Sie bemüht sich bei der Stadt aber um eine Befreiung, weil der Fahrstuhl für das betreute Jugendwohnen in der oberen Etage nicht erforderlich ist. Etwa 300 000 Euro müssten hingegen in den kommenden Jahren in die alte Heizungsanlage investiert werden. 

Von Rita Nandy

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