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"Sind weitere Gewerbeflächen notwendig?"

Der Kandidaten-Check "Sind weitere Gewerbeflächen notwendig?"

Welche Position beziehen Parteien und Wählergruppen vor der Kommunalwahl zu Themen, die die Stadt bewegen? Die Leine-Zeitung fragt nach. Heute: "Sind weitere Gewerbeflächen wirklich notwendig?"

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Das nahende Aus für das Kaliwerk Sigmundshall bringt viele Politiker dazu, neue Gewerbeflächen für Wunstorf zu fordern.

Quelle: Tugendheim

Bernd Maschke, SPD: "Mit dem Kalibergbau wird ein wichtiges Unternehmen unsere Stadt verlassen. Damit verlieren wir dringend benötigte industrielle Arbeitsplätze und beträchtliche Steuereinnahmen, die für Schulen, Kitas und andere Einrichtungen gebraucht werden. Durch den weiteren Ausbau des Gewerbegebiets Wunstorf-Süd kann Wunstorf ein attraktiver Standort zum Arbeiten und Leben bleiben."

Karl-Peter Philipps, CDU: "Durch das absehbare Ende des Kaliabbaus ist es erforderlich, Weichen für die Zukunft zustellen. Eine Erweiterung der Gewerbeflächen-Süd mit verkehrlicher Erschließung. Die Politik hat dafür die Weichen zu stellen um Betrieben die Chance zur Ansiedlung zu geben und somit Arbeitsplätze in Wunstorf zu schaffen. Gewerbetreibende zahlen Steuern, die als Einnahme für die Finanzierung der städtischen Aufgaben benötigt werden."

Wolf-Rüdiger Leitner, Grüne: "Die Kaliproduktion im K+S-Werk Bokeloh wird in den nächsten Jahren eingestellt. Ein Großteil der 750 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sollten im Werk Siegfried Giesen beschäftigt werden. Doch die mögliche Wiederinbetriebnahme des Werkes steht vor einer ungewissen Zukunft. Wunstorf braucht weitere Gewerbeansiedlungen zur Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen."

Kurt Rehkopf, FDP: "Ja. Weil wir ortsnah Arbeitsplätze erhalten und schaffen wollen, müssen wir hier zukunftsorientiert handeln. Es drohen immer wieder Stilllegungen und Schließungen großer Betriebe (Vion, Lidl, Kali & Salz) – daher ist Ersatz dringend notwendig."

Rüdiger Hergt, Linke: "Ich glaube nicht, vor allem sind keine platzraubenden Logistikflächen notwendig, sie bringen wenige schlecht bezahlte Arbeitsplätze und vom trimodale Logistikcenter wird nur noch das monoseitige – oder auch LKW-Verkehr übrig bleiben. Würde man nachdenken und auswählen, fände man bestimmt Gewerbe, die es lohnen es anzusiedeln."

Bernd Wischhöver, AfD: "Absehbarer wird ein wichtiger Arbeitgeber und Steuerzahler seine Aktivitäten in Wunstorf stark reduzieren. Arbeitsplätze vor Ort und Steuerausfälle müssen kompensiert werden, wozu weitere Gewerbeflächen erforderlich sind. Ein guter Branchenmix ist bei der Ansiedlung zu beachten , auf große Logistikunternehmen sollte man nicht abzielen, da diese zumeist keine langfristigen Konzepte für einen Standort haben."

Von der Redaktion

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