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Warum kostet die IGS Schulgeld?

Der Kandidaten-Check Warum kostet die IGS Schulgeld?

Welche Positionen beziehen die Parteien und Wählergruppen vor der Kommunalwahl zu Themen, die die Stadt bewegen? Die Leine-Zeitung fragt nach. Heute: "Warum müssen Eltern für den Besuch der IGS Schulgeld zahlen?"

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Der Besuch der Evangelischen IGS kostet ein Schulgeld.

Quelle: Sven Sokoll

Ulrich Troschke, SPD: "An der IGS wird das Lehrpersonal vom Land, das Gebäude von der Stadt finanziert, so wie in allen Schulen. Die Kirche beteiligt sich aber erheblich an den Kosten des Neubaus und des laufendes Betriebs. Der Elternbeitrag von 45 Euro deckt die Mehrkosten ab, die zum Beispiel durch Lehr- und Lernmittelfreiheit entstehen. Diese Leistung gibt es an staatlichen Schulen nicht. Eltern mit geringen Einkommen zahlen kein Schulgeld."

Heinz-Gerhard Kück, CDU: "Die IGS bietet gegenüber staatlichen Schulen zwei Vorteile: Geringere Klassengröße und umfangreicheres Ganztagsangebot. Dies muss die Evangelische Kirche als Schulträger finanzieren. Hinzu kommen 50 Prozent der Kosten für Strom usw. und die gesamten Reinigungskosten. Das dafür erhobene Schulgeld enthält eine soziale Staffelung (Ermäßigung ab dem zwieten Kind) und wird bei geringem Elterneinkommen ganz oder teilweise erlassen."

Wolfgang Schulz-Binz, Grüne: "Als die Kirche die Trägerschaft der staatlichen IGS übernommen hatte, ist die damalige Landesregierung nur stiefmütterlich mit IGS’en umgegangen. Dank Fremdträgerschaft entstand eine IGS, der es an nichts fehlt. Nur aus Steuergeldern leider nicht leistbar. Lehrmittelfreiheit, angemessene Unterrichtsausstattung, Optimierung der Unterrichtsversorgung, damit zusätzlicher personeller Aufwand, das alles kostet extra."

Thorben Rump, FDP: "Die IGS wird in kirchlicher Trägerschaft betrieben. das bedeutet, dass, obwohl die Kosten für Bau/Umbau und Sanierung aus Steuergeldern finanziert werden, die laufenden Betriebskosten (z.B. Gehälter) durch die Kirche finanziert werden. Daher liegt es auch in der Hand des Trägers, ob Schulgeld anfällt oder nicht. Die Politik hat hier keinen Einfluss darauf. Die staatlichen Schulen in Wunstorf stellen für jeden eine kostenfreie Alternative bereit."

Rüdiger Hergt, Linke: "Weiß ich auch nicht genau, vielleicht, damit nur bestimmte Kinder aus wohlhabenderen Familien die Schule besuchen? Man hätte das Gymnasium Steinhude erst einmal lassen sollen, damit die Kinder aus den abgelegeneren Teilen Wunstorfs wie Steinhude, Großenheidorn und auch aus Hagenburg eine kurzen Schulweg haben."

Bernd Wischhöver, AfD: "Die IGS ist nicht das Schulsystem, das die AfD Wunstorf favorisiert. In Wunstorf handelt es sich dabei um eine kirchliche Schule, die sich die laufenden Kosten mit der Stadt Wunstorf teilt und weitere Angebote als staatliche Schulen bereit hält, auch zum Beispiel im Bereich der Lernmittel. Diese zusätzlichen Angebote, oft von Eltern einfordert, werden über dieses „Schulgeld“ mitfinanziert."

Von der Redaktion

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