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"Warum werden Nebenstraßen im Winter nicht gestreut?"

Der Kandidaten-Check "Warum werden Nebenstraßen im Winter nicht gestreut?"

Welche Position beziehen Parteien und Wählergruppen vor der Kommunalwahl zu Themen, die die Stadt bewegen? Die Leine-Zeitung fragt nach. Heute: "Warum werden Nebenstraßen im Winter nicht gestreut?"

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Viele Nebenstraßen, wie hier der Wunstorfer Drosselweg, sind nicht im Räumplan bei Eis und Schnee.

Quelle: privat

Rolf Hoch, SPD: "Bei einem Wintereinbruch ist es mit dem vorhandenen Personal und Fahrzeugbestand nicht möglich, in allen Nebenstraßen in ganz Wunstorf zu streuen. Priorität haben aus Sicherheitsgründen die Hauptverkehrsstraßen. Wollte man alle Nebenstraßen streuen, müssten viel mehr Personal eingestellt und Fahrzeuge angeschafft werden, was natürlich zu erheblichen Kosten führen würde."

Christiane Schweer, CDU: "Kommunen dürfen bestimmte Straßen bei der Räumpflicht auslassen. Straßen mit einer gewissen Verkehrsbedeutung müssen gestreut und geräumt werden. Aufgrund der harten und langen Winter in den Jahren 2009/2010 die zeitintensiv und teuer waren, stimmten die damaligen Kommunalpolitiker in einer Ratssitzung dem Vorschlag der Verwaltung zu, zukünftig die Nebenstraßen nicht mehr zu räumen."

Anne Dalig, Grüne: "Der Verwaltungsausschuss hat am 20. Dezember 2010 beschlossen: Ab dem 1. Januar 2011 werden nur die wichtigen Straßen geräumt und auf die Räumung und Streuung bei einigen Straßen ganz verzichtet. Als solche gelten Buslinien, verkehrsreiche Durchgangs- und Sammelstraßen, Ortsdurchfahrten und Hauptverkehrsstraßen. Die Räum- und Streupflicht hat die Stadt Wunstorf durch Satzung auf die Anwohner übertragen."

Thorben Rump, FDP: "Leider ist es nicht wirtschaftlich, alle Straßen inklusive Nebenstraßen im Winter zu streuen. Dazu kommt, dass es den Streufahrzeugen in vielen Straßen aus Platzmangel einfach nicht möglich ist, ihre Arbeit zu verrichten. Für die Bürgersteige, auch auf Nebenstraßen, sind die Anwohner verantwortlich, so dass hieraus auch keine ernsthafte Gefährdung für den Verkehr hervorgeht."

Rüdiger Hergt, Linke: "Aus wirtschaftlichen und Umweltgründen, die Riesenmengen an Salz sind absolut schädlich. Ob sich teure Spezialfahrzeuge lohnen, die eine geringere Salzbelastung haben, ist fraglich. Wir leben nicht in einem Bergland, es ist also auch möglich, bei Schnee und Eis Auto zu fahren oder auf Öffentlichen Nahverkehr umzusteigen."

Bernd Wischhöver, AfD: "Eine Minimierung von Salzeinträgen in unsere Umwelt wird von der AfD Wunstorf mit getragen. Wichtig ist die Funktionsfähigkeit der Wohnsammelstraßen, wo nicht auf das Streuen verzichtet werden sollte. Anders sieht es bei der Räumung von Schnee aus. Hier werden viele Straßen nicht berücksichtigt, was aus Sicht der AfD unverständlich ist. Auch diese Anlieger zahlen ihre Grundsteuern und werden somit benachteiligt."

Von der Redaktion

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