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"Verkehr: Wie realistisch ist ein zügiger Bau der Umgehungsstraße?"

Der Kandidaten-Check "Verkehr: Wie realistisch ist ein zügiger Bau der Umgehungsstraße?"

Welche Position beziehen Parteien und Wählergruppen vor der Kommunalwahl zu Themen, die die Stadt bewegen? Die Leine-Zeitung fragt nach. Heute: "Wie realistisch ist ein baldiger Bau der Umgehungsstraße?"

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Chaos an der Kreuzung Nordbruch/Am Stadtgraben: Hilft die geplante Umgehungsstraße? Und wann kommt sie?

Quelle: Tugendheim

Thomas Silbermann, SPD: "Der Planfeststellungsbeschluss durch die Landesbehörde steht bevor. Gegen ihn wird vermutlich geklagt werden. Wir sind zuversichtlich, dass die Gerichte die Planung als rechtmäßig ansehen. Da die Straße wegen des großen Verkehrsaufkommens eine hohe Priorität im Bundesverkehrswegeplan hat, sehen wir gute Chancen auf eine Realisierung in den nächsten Jahren. Keine Frage: Wir brauchen die Ortsumgehung!"

Jörg Uebelmann, CDU: "CDU und Stadtverwaltung haben das Notwendige getan, damit die Nordumgehung realisiert wird. Das Planfeststellungsverfahren läuft beim Landesamt für Straßenbau. Wenn der Planfeststellungsbeschluss rechtskräftig wird, kauft die Landesbehörde die notwendigen Flächen. Die finanziellen Mittel stehen bereit, und der Bau könnte kurzfristig beginnen. Das setzt voraus, dass es zu keinen Klagen und Enteignungsverfahren kommt."

Bernd Reinhold, Grüne: "Der baldige Bau ist unrealistisch. Seit Jahren steht der Planfeststellungsbescheid angeblich unmittelbar bevor. Selbst wenn er morgen käme, würden die Klagen der Landwirte den Bau um mindestens weitere fünf Jahre verzögern. Außerdem muss in der Stadt viel Geld für einen Rückbau investiert werden, damit die Verkehrsteilnehmer die Straße auch benutzen und nicht weiter den viel kürzeren Weg durch die Stadt nehmen."

Klaus-Jürgen Maurer, FDP: Alle Voraussetzungen zur Umsetzung der Umgehungsstraße seitens der Stadt Wunstorf wurden bereits in den letzten Jahren geschaffen. Angeblich soll es 2016 noch zu einem Planfeststellungsbeschluss kommen. Leider müssen wir danach noch mit Klagen rechnen, die das Verfahren weiter in die Länge ziehen – so dass wir derzeit keine konkrete Aussage bezüglich eines baldigen Baus der Umgehungsstraße treffen können."

Rüdiger Hergt, Linke: "Der Bau der Umgehungsstrasse ist unnötig. Es gehen Acker- und Naturflächen verloren, und es ist auch eine Belastung für die Tierwelt. Die Frage ist, ob und wann die Umgehungsstrasse gebaut wird, wir reden über Elektrofahrzeuge, elektronische Verkehrsregelung. Würde man in Wunstorf einmal einen wirklich guten Ampel- und Verkehrsexperten ansetzen, flösse ein großer Teil des durchgehenden Verkehrs viel schneller ab."

Bernd Wischhöver, AfD: "Die Umgehungsstraße scheint so greifbar zu sein, wie noch nie. Eine erhebliche Entlastung für die Anwohner in der Kernstadt Wunstorf und für die Nutzer wäre damit möglich. Abzuwarten sind aber die weiteren, insbesondere juristischen Möglichkeiten, die Gegner der geplanten Trasse in Anspruch nehmen könnten. Die Begleitung durch Politik und Verwaltung ist unerlässlich, direkten Einfluss hat Wunstorf allerdings nicht."

Von der Redaktion

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