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Keine Baumschutzsatzung

Wunstorf/Steinhude Keine Baumschutzsatzung

Immer wieder wird die Forderung nach einer Baumschutzsatzung für Wunstorf erhoben. Ob am Renovierungsgebiet Im Rehmoore (Kernstadt) oder wie jüngst im Bereich Uferweg in Steinhude: Wenn Bäume fallen, gibt es Kritik.

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Buche mit Bulle

Gut 100 Jahre hatte diese Buche Zeit um ihr gewaltiges Blaetterdach zu entfalten. Sie beherrscht den Blick ueber das huegelige Voralpenland im oberbayerischen Landstetten (Lkr. Starnberg) und lockt am Sonntag (18.05.1997) bei grosser Hitze einen Bullen in ihren Schatten. dpa

freistehender laubbaum auf Weide, kuh neben Baum

Quelle: Symbolbilld

Wunstorf. Eine Leine-Zeitungs-Leserin aus Steinhude beklagte eine „fürchterliche Abholzung“ und gnadenlosen Umgang mit Bäumen. Das sei nur mit einer Baumschutzsatzung zu verhindern.

Karl-Heinz Girod, Naturschutzbeauftragter der Region für Wunstorf, würde eine solche Satzung nach wie vor begrüßen. „Dafür habe ich mich immer eingesetzt“, sagt Girod, der auch im Naturschutzbund aktiv ist. Etwas zwiespältig sieht er die Idee dennoch. Erfahrungen in anderen Kommunen haben gezeigt, dass bei Ankündigung einer Satzung zehn bis 15 Prozent der Bäume vor Gültigkeit der Satzung abgesägt werden. Zumindest geschützte Landschaftsteile sollte es aber geben. Girod sieht allerdings derzeit in Wunstorf keine Chance, eine Satzung durchzusetzen.

Damit liegt er wohl richtig. Jörg Uebelmann, Fraktionsvorsitzender der CDU, sagt, eine solche Satzung sei zwar von der Idee her gut, würde aber das Gegenteil erreichen: Die Leute würden vorher ihre Bäume absägen. „Ich würde mir auch nicht gern vorschreiben lassen, was ich in meinem Garten tun oder lassen soll“, sagt Uebelmann.

Kirsten Riedel, Vorsitzende der Gruppe SPD/Grüne im Rat, sagt auch, dass eine Satzung derzeit kein Thema sei. „Die Leute gehen im Allgemeinen verantwortungsbewusst mit Bäumen um“, so ihre Erfahrung. Auch im öffentlichen Bereich werde darauf geachtet. Wenn Rat und Verwaltung bei Straßenausbauplänen neue Bäume einplanen, dann manchmal gegen den Willen der Anwohner.

In Neustadt hat sich der Rat im Sommer gegen eine Baumschutzsatzung ausgesprochen, existierende in einzelnen Ortsteilen sollen aufgehoben werden. In Langenhagen heißt die Devise: Baumschutz ohne Satzung. Rot-Grün will, dass in den nächsten zehn Jahren 1000 Bäume gepflanzt werden.

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Von Redakteur Albert Tugendheim

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