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Kinder aus Tschernobyl erholen sich am Steinhuder Meer

Freudentränen kullern bei der Ankunft Kinder aus Tschernobyl erholen sich am Steinhuder Meer

Mittwoch um 18 Uhr war es so weit: Der Bus mit 22 Kindern aus der Region Tschernobyl rollte auf den Parkplatz des Gemeindehauses, da gab es kein Halten mehr. Viele Kinder sind bereits zum zweiten Mal bei der Ferienaktion dabei. Die Wiedersehensfreude mit ihren Gasteltern war überwältigend, Freudentränen flossen. Auch die Kinder, die zum ersten Mal in Deutschland sind, wurden herzlich aufgenommen.

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Herzlich empfangen die Gasteltern die Kinder aus Weißrussland.

Quelle: Julia Grenda

Bokeloh. Jedes Jahr im Sommer bieten Familien aus der Region Hannover Kindern verschiedener Altersgruppen erholsame Ferienwochen. Die Aktion wurde 1991 von der evangelischen Landeskirche Hannover ins Leben gerufen. Bereits ein Jahr später nahm die Gemeinde Bokeloh zum ersten Mal daran teil. Einige Gastfamilien beteiligen sich schon seit mehreren Jahren, wie Annie Wilk, die bereits zum 19. Mal dabei ist.

Da nur in zwei Gastfamilien russisch gesprochen wird, müssen sich die Beteiligten hauptsächlich mit Hilfe von Zeichensprache verständigen. In den nächsten vier Wochen begleiten die Familien die Kinder zu vielen Aktionen: Besuche im Schwimmbad, im Zoo Hannover und im Spielepark sind unter anderem geplant. Heute organisieren die Familien auf dem Parkplatz vor dem ABC-Schuhladen einen Kleiderbasar, um Kleider für die Kinder auszutauschen und zu kaufen. Hierbei erhalten sie Unterstützung aus der Kleiderkammer des Kreisverbands Neustadt und vom DRK Bokeloh. Auch Schuhe werden gekauft.

Die vier Wochen Aufenthalt dienen vor allem der Erholung. Die Gesundheit der Kinder aus der nach dem Atomunfall 1986 strahlenbelasteten Region in Weißrussland verbessere sich in dieser Zeit deutlich, sagte Organisatorin Gisela Uhl.

Julia Grenda

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