Volltextsuche über das Angebot:

28 ° / 19 ° Regenschauer

Navigation:
Kirchenkreis kann den Personalbestand halten

Wunstorf/Neustadt Kirchenkreis kann den Personalbestand halten

Der Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf kann mit einem recht stabilen Personalbestand in die Jahre 2017 bis 2022 gehen. Schwerpunkte sollen in der Seelsorge und in der Jugendarbeit gesetzt werden.

Voriger Artikel
Sanierung der Asbesthalde beginnt
Nächster Artikel
Schulzentrums-Initiative wartet auf Gericht

Der Kirchenkreistag bestätigt seinen Vorstand mit dem Vorsitzenden Fred Norra (von rechts), seiner Stellvertreterin Ina Wolf und den Beisitzern Gerlinde Hornig, Bodo Messerschmidt und Ines Lesche-Weber.

Quelle: Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf

Wunstorf. Bei seiner Tagung im neuen Zentrum St. Johannes hatten 53 Mitglieder des Kirchenkreistages wichtige Weichen für die Zukunft zu stellen: Sie definierten nach eineinhalb Jahren Vorlauf einen Katalog von Zielen und verabschiedeten die dazu passende Finanz- und Stellenplanung. Weil die Zahl der Mitglieder weiter sinkt, müsste eine volle Pastorenstelle eigentlich wegfallen, die der Kirchenkreis aber wohl mit eigenem Geld weiter halten kann.

Pastoren sollen sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können und so Menschen besser an die evangelischen Gemeinden binden. „Dafür müssen sie einfach die notwendige Zeit haben“, sagte Superintendent Michael Hagen. Ein wichtiges Augenmerk soll auf Feiern wie Hochzeiten und Beerdigungen liegen, bei denen sehr viele Besucher mit der Kirche in Berührung kommen, die sonst keinen Kontakt mit ihr haben. Zum reinen Event sollen die Feiern aber nicht werden.

Hagen setzt sich dafür ein, die Pastorenstellen attraktiv zu machen, indem möglichst wieder mehr Vollzeitstellen angeboten werden. Bisher ist das nur bei einem Viertel der Fall. Wer gern in Teilzeit arbeiten möchte, soll gleichwohl weiter die Möglichkeit dazu bekommen. „Es gibt zu wenig Nachwuchs, der sich die Stellen deshalb aussuchen kann“, betonte Hagens Stellvertreterin Ulrike Schimmelpfeng.

Damit die Pastoren den Rücken für die Seelsorge frei haben, sollen die technischen Dienste und die Sekretariate gestärkt werden. Für Synergieeffekte sollen die Technik in den Gemeindebüros vereinheitlicht und die Abläufe einander angeglichen werden. Das gilt eine Stufe darüber auch für das Kirchenamt in Wunstorf: Die vier dort betreuten Kirchenkreise sollen möglichst nach den gleichen Standards arbeiten.

Ein wichtiger Pfeiler der Jugendarbeit kann nach Ansicht des Kirchenkreises die evangelische IGS in Wunstorf sein, ihr Andachtsraum so etwas wie eine Jugendkirche werden. „Das ist eine große Chance“, sagte Hagen. Für Kinder soll es mehr niedrigschwellige Angebote geben.

Aufgestockt wird auch die kirchliche Kulturarbeit, zunächst mit Schwerpunkt Reformationsjubiläum 2017. Auch eine volle Stelle für die Krankenhausseelsorge ist weiter im Plan, die außer der Wunstorfer Psychiatrie stärker auch im Neustädter Krankenhaus eingesetzt werden soll.

Hagens Superintendentenstelle ist künftig nicht mehr bei der Neustädter Liebfrauen-Gemeinde angebunden, sondern direkt beim Kirchenkreis. Angedacht ist auch, dass die Superintendentur in Neustadt in den nächsten Jahren vielleicht umzieht, weil derzeit die Platzverhältnisse etwas beengt sind.

Bestätigt wurde der Vorstand des Kirchenkreistages mit dem Vorsitzenden Fred Norra, Stellvertreterin Ina Wolf sowie den Beisitzern Ines Lesche-Weber, Gerlinde Hornig und Bodo Messerschmidt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6qqtk3mtt453x50ei4u
Wieder ein Motorradfahrer verunglückt

Fotostrecke Wunstorf: Wieder ein Motorradfahrer verunglückt