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Elektrofahrzeugflotte ist noch klein

Wunstorf Elektrofahrzeugflotte ist noch klein

Wie wird Wunstorf klimafreundlicher? Die städtische Klimaschutzmanagerin Karina Lehmann hat im Bauausschuss ihr Programm dazu für die nächsten Monate vorgestellt. Betätigungsfelder gibt es dabei viele, und der Wandel vollzieht sich oft nur langsam.

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Klimaschutzmanagerin Karina Lehmann wirbt dafür, mehr mit dem Rad zu fahren.

Quelle: Rita Nandy

Wunstorf. So wächst die Flotte von Elektro-Fahrzeugen in Wunstorf eher zäh. Zugelassen sind hier nur neun Autos, die ausschließlich über eine Batterie verfügen. Dazu kommen 89 weitere Fahrzeuge, die den Stromantrieb mit unterschiedlichen Verbrennungsmotoren kombinieren.

Nach den Ladestationen bei den Stadtwerken und bei Marktkauf gibt es nun auch eine auf dem Parkplatz Stiftsstraße. Der neue Pendlerparkplatz auf der Nordseite des Bahnhofs wird auch über ein solches Angebot verfügen. "Dazu suchen wir auch noch weitere Standorte außerhalb der Kernstadt, zum Beispiel in Steinhude", sagte Lehmann.

Dass die Bürger mit ihren Autos nicht nur die Umwelt stärker schonen, sondern auch mal ganz auf die vier Räder verzichten, dafür will die Stadt mit einer weiteren Teilnahme am Stadtradel-Wettbewerb vom 28. Mai bis zum 17. Juni werben. Nach dem Vorbild der regionsweiten Sternfahrt zum Auftakt sollen zum Neubürgerempfang am 10. Juni noch Radtouren aus den Ortsteilen in die Innenstadt folgen. Gesucht wird noch ein Stadtradel-Star als Vorbild, der wie die stellvertretende Bürgermeisterin Birgit Mares im vergangenen Jahr für den ganzen Zeitraum seine Autoschlüssel abgibt.

Die Region fertigt für alle Kommunen eigene CO2-Bilanzen, die für Wunstorf bis Anfang 2018 vorliegen soll. Noch bis 2019 dauert hier die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik, bei der die Stadt allein in diesem Jahr 669 Leuchten austauschen will. Die bundesweite erste Sitzbank, die mit Sonnenkraft auch Handys aufladen kann, wird ab Ende des Monats in der Innenstadt stehen.

Tourismus-Betriebe am Steinhuder Meer bekommen ab dem Herbst gezielte Beratungen, wie sie in ihrem Alltag Energie sparen können. Dieses Vorhaben unterstützt das Leader-Projekt Meer und Moor der Kommunen Wunstorf, Neustadt und Wedemark mit EU-Fördergeld. Für Ende September plant Lehmann zudem eine Schulung für die städtischen Hausmeister. "Wir verfügen in den Schulen allerdings bereits über eine sehr effektive Energieregelung", betonte sie.

So gut wie keine Resonanz aus den Schulen hat die Klimaschutzmanagerin auf die Initiative Pedibus erhalten. Ziel der Aktion dieser es, dass die Kinder öfter zu Fuß in die Schule kommen. Das würde die Situation vor den Schulen entspannen, wo bisher viele Eltern ihren Nachwuchs noch klimaschädlich mit dem Auto vorfahren.

Von Sven Sokoll

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