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Fluglärm ist deutlich weniger geworden

Wunstorf Fluglärm ist deutlich weniger geworden

Es sind deutlich weniger Flugbewegungen, die in jüngster Zeit vom Fliegerhorst Wunstorf ausgehen. Dennoch klagen manche Anwohner über Fluglärm. Kommodore Oberst Ludger Bette stand ihnen Rede und Antwort.

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Der Kommodore Oberst Ludger Bette beantwortet im Steinhuder Gemeindehaus Fragen der Bürger zum Lärmschutz am Fliegerhorst.x

Quelle: Kathrin Götze

Steinhude. Dei Zahl der Flugbewegungen sei seit 2004 von damals 20.000 auf heute weniger als 5000 zurückgegangen, sagte Bette am Mittwochabend vor den Ortsräten Steinhude und Großenheidorn sowie zahleichen Zuhörern. Einige der Zuhörer beklagten sich über den Lärm. Insbesondere Düsenflieger wie der Eurofighter oder der Tornado brächten sogar Fensterscheiben zum klirren, sagte ein Großenheidorner Anwohner. "Wenn Sie im Ort ein Haus verkaufen wollen und so einer fliegt vorbei, sehen Sie den Kunden nie wieder", sagte er.

Doch diese Flüge seien sehr selten, versicherte Bette: "Bis zu 60 Flüge von Jets im Jahr müsste ich genehmigen, das wäre etwa einer pro Woche." Faktisch seien es aber weniger. Auch die Zahl der Flüge mit dem neuen Airbus A 400 M sei deutlich geringer als zuvor die derTtransall: "Der Großteil der Ausbildungsflüge zum Beispiel absolvieren die Piloten heutzutage am Simulator", sagte Bette.

Wenn sie flögen, hielten sie sich an vorgegebene Routen, für deren Ausarbeitung neben Sicherheitsaspekten auch der Lärmschutz entscheidend gewesen sei, sagt Bette. Nachdem ihn beim Steinhuder Schützenfest mehrere Bürger angesprochen hätten, die Flieger direkt über den Häusern gesehen haben wollen, habe er die aufgezeichneten Flugbewegungen dieser Tage ausgewertet, aber keine signifikanten Abweichungen gefunden.

Sicher seien vielen die neuen Maschinen noch nicht so vertraut wie die alte Transall, das könne das Gefühl verstärken, dass sie störten - zumal die Maschinen selbst doppelt so groß sind wie das Vorgängermodell und deshalb beim Überflug vielleicht näher erscheinen könnten als die erlaubten 1000 Fuß (rund 330 Meter).

Auch Bürger, die nach Berichten über Mängel am neuen Modell Sicherheitsbedenken hegten, konnte Bette beruhigen: "Bei uns fliegt kein Flugzeug, das nicht lufttüchtig ist", sagte er mehrfach. Die Sicherheitsvorkehrungen entsprächen den hohen Standards der zivilen Luftfahrt. Und selbst Piloten, die am Fliegerhorst auf das neue Modell A 400 M geschult würden, hätten zuvor in anderen Maschinen viele Erfahrungen gesammelt.

Von Kathrin Götze

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