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Gedok-Künstlerinnen blicken in andere Welten

Neue Ausstellung auf dem Wilhelmstein Gedok-Künstlerinnen blicken in andere Welten

Eine Idee lebt weiter: Mit ihrer ersten Ausstellung in den Glashäusern auf der Insel Wilhelmstein hat die Künstlerinnengruppe Gedok Niedersachsen/Hannover das Erbe des Vereins meerkunstraum angenommen. Nach der Eröffnung am Sonntag bleiben die Werke bis zum 1. Oktober auf der Insel.

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Besucher betrachten die "Dogen im Glashaus" auf dem Wilhelmstein.

Quelle: Kathrin Götze

Steinhude. Noch fremdeln einige der Künstlerinnen etwas mit dem neuen Medium, das klingt auch schon im Titel der Ausstellung an: "grenzenlos - anderweltig", lautet das Oberthema. Vier einzelne Künstlerinnen und eine Gruppe haben sich jeweils eines der schlichten Gewächshäuser angenommen.

Das bedeutete für einige auch, vom Malen zur Installation zu kommen. Besonders elegant hat das Rosemarie Sprute gelöst, deren "Dogen im Glashaus" die Besucher gleich am Anleger erwarten: Kunstvolle und farbenreiche Gemälde venezianischer Dogen mit Elementen aus ihren Palästen, hat sie zu einem Kubus angeordnet, lädt in einem kurzen Statement zum Werk auch zu vielfältigen Interpretationen ein, eine davon die Parallelität von Venedig als künstlich angelegte Wasserstadt zur künstlichen Inselfestung Wilhelmstein.

Eine gute Idee: Anhand eingehängter Erklärungsblätter mit Vita und kurzen Statements zum jeweiligen Kunstwerk können sich die Besucher die Ausstellung zu einem guten Teil selbst erschließen. das ist bei manchen Werke notwendiger als bei anderen.

So erschließt sich Uta Oesterheld-Petrys Aufbau eines dornig-roten Nests mit darüber hängenden Kokons gerade in einem Glashaus wie von selbst. Schwerer machen es Ursula Jenns-Sherif mit einer Installation aus Gemälden, Muscheln und Kies und Heralde Schmidt-Ulms mit ihrem "Unterwasserschloss" aus zusammengefügten Styroporverpackungen den Betrachtern.

Gerade das letztere wirkt etwas lieblos ins Glashaus gestellt, und den postulierten Bezug zum romatischen Undine-Mythos nachzuvollziehen, fordert große Interpretationsfreude vom Betrachter. Schneller drängt sich der Gedanke an die schwimmenden Inseln aus Plastikmüll auf, die auf den Ozeanen der Welt treiben.

"Jedem seine Welten", haben Giselheid Cornelsen, Josephine Fehlauer, Jutta Hönkhaus und Hanne Niescken-Voigt ihr gemeinsames Haus betitelt. Ballons, mit Malerei tapeziert, erinnern tatsächlich an Planetenmodelle, die teils von der Decke in den Installationsraum hängen. Einige stecken auch noch in Tüten auf dem Boden - ob das frische Einkaufs- oder doch Mülltüten sind, bleibt offen.

Insgesamt eine sehenswerte Ausstellung, die bis 1. Oktober die Gäste auf dem Wilhelmstein erwartet. Informationen zur Überfahrt gibt die Steinhuder Personenschifffahrt, per Telefon (05033) 1721 oder im Internet: www.steinhuder-personenschifffahrt.de

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