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Kunst gibt Zugang zu inneren Bildern

Wunstorf Kunst gibt Zugang zu inneren Bildern

Ein neuer Pfad und eine große Kunstwerkstatt: Zahlreiche Neuerungen sind am Mittwoch beim Tag der offenen Tür der Psychiatrie der Öffentlichkeit präsentiert worden.

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Uwe Laugisch (von links), Ortsbürgermeister Thomas Silbermann und der stellvertretende Bürgermeister Ulrich Troschke eröffnen den Pfad für mehr Bewegung.

Quelle: Sven Sokoll

Wunstorf. Eine ist die Kunstwerkstatt, die in das frühere Wunstorfer Geburtshaus an der Hindenburgstraße gezogen ist. „Kunst gibt die Möglichkeit, einen Zugang zu den inneren Bildern und Gefühlen der Patienten zu finden“, sagte Leiterin Anette Dittmer, die gemeinsam mit zwei Honorarkräften jede Woche mit rund 40 Patienten arbeitet. Einige durchaus interessante Arbeitsergebnisse waren gestern zu sehen. Die neuen, helleren Räumlichkeiten bieten auch noch Reserven, um die Kunsttherapie noch auszuweiten.

Neu ist auch der ausgeschilderte Pfad durch den Klinikpark, auf dem auch außenstehende Interessierte „3000 Schritte mehr am Tag“ gehen können. „Wir sind sehr dankbar, dass unsere Idee so gut angekommen ist“, sagt Uwe Laugisch vom Bewegungsnetzwerk 50 plus. Wer die Runde 20-mal absolviert hat, kann an fünf Terminen kostenlos an einem der Bewegungsangebote der Netzwerkpartner teilnehmen.

Der Ärztliche Direktor Marc Ziegenbein sagte den Besuchern bei der Begrüßung: „Wir wollten heute die Chance geben, ein Stück in den psychiatrischen Alltag hineinzuschauen.“ Im Sozialzentrum präsentierten sich gestern auch die externen Tageskliniken, die zusätzlich zum Standort Hannover neuerdings auch in Nienburg angesiedelt sind. Dort ist das Netz niedergelassener Psychiater recht dünn.

Besucher konnten die Gelegenheit nutzen, sich einzelne Stationen auch von innen anzusehen. Eine der Touren führte zur Tagesklinik der Kinder- und Jugendpsychiatrie. In der Kinderabteilung bleiben die verhaltensauffälligen kleinen Patienten etwa vier Monate lang von 8 bis 16 Uhr und bekommen außer intensiver Therapie in reduziertem Umfang auch Schulunterricht. Über die Jahre haben die Mitarbeiter festgestellt, dass ihre Arbeit immer komplexer wird. Oft haben die Kinder auch schon früh mit Leistungsdruck zu kämpfen.

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