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Kunst und Sport als Brücke für Flüchtlinge

Wunstorf Kunst und Sport als Brücke für Flüchtlinge

In vielen Projekten beschäftigen sich Haupt- und Ehrenamtliche mit Flüchtlingen. Bau-Hof, TuS und Kunstschule bekommen dabei jetzt auch finanzielle Unterstützung.

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Auf dem Bau-Hof kommen Thomas Hinze (von links) Wilhelm Behne, Dani Marchthaler, Christoph Lahmann und Rainer Jahnel zusammen.

Quelle: Sven Sokoll

Wunstorf. So hat der Ortsrat Wunstorf für solche Ansätze in diesem Jahr eigens einen Fördertopf angelegt, den auch die Kunstschule genutzt hat. Gestern erhielt die Vorsitzende Ulrike Coldewey 800 Euro von Ortsbürgermeister Thomas Silbermann. „Wir fanden die Idee gut, Kommunikation ohne Sprache aufzubauen“, sagte er. Seit dem 11. November kommen Flüchtlingsfrauen mit ihren Kindern zu Kunstkursen in die Räume an der Hindenburgstraße, auch um die ersten Kontakte zu knüpfen. Bei den sechs Nachmittagen in diesem Jahr soll es nicht bleiben: „Das Angebot soll nächstes Jahr noch größer werden“, kündigte Coldewey an.

Der Lions-Club hat den Bau-Hof-Verein mit 1500 Euro und den TuS Wunstorf mit 1000 Euro bedacht. Der Kinder- und Jugendtreff wird in den Sommerferien eine Woche lang 40 Kinder von der ersten bis zur sechsten Klasse zu Gast haben, Flüchtlinge wie Schüler, die schon länger in Wunstorf wohnen. „Wir wollen die Kinder sprachlich fördern und in unsere Freizeitaktivitäten integrieren“, sagt die Bau-Hof-Leiterin Dani Marchthaler. Das Budget von 12.000 Euro übernimmt zum größten Teil die Lottostiftung, die dafür aber eine lokale Kofinanzierung zur Auflage gemacht hat. „Wir hoffen, dass wir es auch in den nächsten drei Jahren machen können, es soll nicht nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein.“

Im TuS Wunstorf treiben schon mehr als 70 Flüchtlinge Sport. Die Beiträge können in der Regel über das Bildungs- und Teilhabepaket finanziert werden, doch oft fehlt es am Geld für die notwendige Ausrüstung. Dazu will der TuS die Spende der Lions verwenden. Sein stellvertretender Vorsitzender Wilhelm Behne kündigte zudem an, dass es am 21. August ein weiteres Sportfest in der Barne geben wird, für das das Geld aber nicht eingesetzt werden muss. Weil die vier beteiligten Vereine die Flüchtlinge mit der ersten Auflage nicht wie erhofft erreicht haben, kooperieren sie dieses Mal mit der Otto-Hahn-Schule.

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