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La Sol betreibt ab Frühjahr Küsters Hof

Wunstorf La Sol betreibt ab Frühjahr Küsters Hof

Ex + Job hat einen neuen Betreiber für die Szenekneipe Küsters Hof gefunden. Nach dem Jahreswechsel sollen de Räume zunächst renoviert werden, ehe dann im Frühjahr die Firma La Sol Events als neue Pächterin den Betrieb aufnimmt. Abstriche von seinen Anforderungen musste der Verein nicht machen.

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Die Firma La Sol übernimmt im Frühjahr Küsters Hof.

Quelle: Lange-Schönhoff/Tugendheim

Wunstorf. Demnach sollte beim Betrieb mehr Rücksicht auf die Anwohner genommen werden. Außerdem sollen die Heimbewohner wieder stärker in das Geschehen integriert werden. "Wir sind stolz, dass wir es lösen konnten. Das neue Konzept wird unserer Klientel und gleichzeitig den Interessen der Bürger gerecht", sagte Bernd Mickmann, Vorsitzender von Ex + Job Soziale Dienstleistungen. Die Kneipe soll normale Öffnungszeiten, auch nach 22 Uhr, behalten.

Mit der Entscheidung ende eine Phase, die für die soziale Unternehmensgruppe wegen öffentlicher Vorwürfe nicht einfach war. Ein runder Tisch, den der Luther Ortsratsherr Uwe-Karsten Bartling gefordert hatte, war nach Ansicht der Vereinsführung nicht mehr notwendig, wie Mickmann sagt: "Glücklicherweise haben wir eine Lösung selbst gefunden."

Sein Vorstandskollege Volker Schmidt wirbt noch einmal um Verständnis, dass Ex + Job sich beim Betrieb von Küsters Hof vorrangig an den Bedürfnissen der eigenen Klientel orientieren muss. "Die Zahl der Wohnheimplätze ist in den letzten Jahren auch stark auf jetzt 80 angestiegen. Deshalb finden finden wir gut, dass der neue Pächter bereit ist, inklusiv zu arbeiten und zum Beispiel Hoffeste organisieren will", betont er. Der Verein unterstützt auch, dass eine Initiative aus langjährigen Besuchern und Kulturschaffenden die weitere Arbeit von Küsters Hof unterstützen will. Sie gründet sich aber erst noch.

Die La-Sol-Firmen betreiben bisher ein Restaurant im Innenhof des Rathauses und sind als Veranstaltungsagentur tätig. "Ich bin guter Dinge. Es ist ein Kultladen, der gut zu uns passt. Ich hätte es schade gefunden, wenn er eingestellt worden wäre", sagt Geschäftsführer Adis Bajric. Er betont, dass es weiterhin Konzerte, Lesungen und gelegentlich auch Kinderveranstaltungen in der Kneipe geben wird. "Bei den langen Partys werden wir uns aber den Wünschen anpassen", kündigt er an. Der Name Küsters Hof solle auf jeden Fall erhalten bleiben.

Für Carsten Ens, der sich seit dem Frühjahr für den Erhalt von Küsters Hof als wichtige Kulturstätte engagiert, ist das alles eine positive Nachricht: "Ich bin überrascht, dass es jetzt doch nach einer guten Lösung aussieht." Er traut Bajric zu, die Kneipe erfolgreich weiterzuführen.

Von Sven Sokoll

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