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Leichte Korrekturen für Totes Moor

Wunstorf/Neustadt Leichte Korrekturen für Totes Moor

Mit nur leichten Veränderungen gegenüber der Planung von vor einem Jahr hat die Regionsverwaltung ihren letzten Entwurf für das Naturschutzgebiet Totes Moor in die politische Beratung gegeben.

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Das Tote Moor ist Naturschutzgebiet.

Quelle: Susanne Döpke (Archiv)

Wunstorf. Der Umweltausschuss der Region wird sich am 19. Januar damit befassen - einschließlich rund 250 Seiten, auf denen die Verwaltung sich mit den vielen überwiegend kritischen Einwendungen auseinandersetzt. Für den 1. März ist die Entscheidung der Regionsversammlung geplant.

Weil es ein besonderer Streitpunkt war, haben die Planer der Region südlich des Großenheidorner Schlammpolders die Grenze des Naturschutzgebiets etwas zurückgenommen. Dieses Bekenntnis zur weiteren Entschlammung soll auch der Akzeptanzsteigerung des gesamten Projekts dienen, wie es heißt. Der frühere Polder Mardorfer Feld im Naturschutzgebiet soll aber nicht mehr als Ablagerungsfläche für Schlamm nutzbar sein.

Noch größere Teile der Großenheidorner Wiesen weiterhin nur unter Landschaftsschutz zu stellen, wie es zum Beispiel die Großenheidorner CDU gefordert hatte, lehnt die Regionsverwaltung ebenfalls ab. Auf dem Wasser bleibt es bei der Kompromisslinie, die mit Meeresnutzern ausgehandelt worden war. Sie sorgt dafür, dass ein beliebtes Badegebiet weiter erreichbar ist und auch Durchfahrten zwischen Schilfinseln offen bleiben. Naturschutzverbände hatten jetzt noch einmal eine größere Schutzzone gefordert. Die Region verweist darauf, dass die Wassersportler 90 Prozent der Wasserfläche weiterhin befahren dürfen. Gleichzeitig biete die weitere Entwicklung des Hochmoors zusätzliche Perspektiven auch für den Tourismus.

Das Naturschutzgebiet Totes Moor soll künftig 3179 Hektar umfassen, die nach Ansicht der Planer wegen ihrer vielfältigen Lebensräume eine ganz besondere Qualität haben. Zu 70 Prozent liegt es auf Neustädter Gebiet. Auch dort gibt es noch kleinere Grenzkorrekturen, unter anderem am Obsthof Rieke-Wassermann, um Entwicklungsmöglichkeiten nicht zu sehr zu beschneiden. Bedenken hat in den Einwendungen auch das Torfwerk Neustadt angemeldet: Die Betreiber rechnen damit, dass sie ihre genehmigte Abbauzeit aus wirtschaftlichen und ökologischen Gründen verlängern müssen, wogegen die Verordnung dann aber stünde.

In einigen Fällen macht die Region Grundbesitzern auch Kauf- oder Tauschangebote, etwa bei den Waldgebieten, die nicht mehr bewirtschaftet werden dürfen. Landwirte können auch mit Entschädigungen rechnen für die Nutzungseinschränkungen, die sie zu erwarten haben. Die bestehenden öffentlichen Wege, insbesondere der Vogeldamm, bleiben weiter bestehen. Der Moorpfad M 4 soll allerdings teilweise geschlossen werden. Der Wunsch von Reitern nach einer durchgehenden Wegeverbindung von Großenheidorn nach Mardorf für sie hält die Region derzeit nicht für machbar.

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