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Leon Paradiso saniert "Messihaus"

Wunstorf Leon Paradiso saniert "Messihaus"

Für viele war das Haus an der Ecke Neustädter Straße/Hagenburger Straße ein Ärgernis. Nun hat es einen neuen Besitzer - und der will in dem Gebäude eine Gastronomie eröffnen. Leon Paradiso hat mit seiner Frau zusammen das Haus ersteigert. „Ein Messi-Haus“, wie er sagt.

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Das Haus Neustädter Straße 1 hat bei einer Versteigerung den Besitzer gewechselt – und Leon Paradiso hat jetzt mit der Sanierung des Gebäudes begonnen.

Quelle: Tugendheim

Wunstorf. Es tut sich was am Haus Neustädter Straße 1. Das bisher als „Schandfleck“ geltende Grundstück hat den Besitzer gewechselt. Dutzende Waschmaschinen und Trockner, mit denen Grundstück und Haus vollgestellt waren, sind inzwischen abgeräumt, der Lastwagen, der jahrelang ohne bewegt zu werden vor dem Haus stand, ist ebenfalls entsorgt worden. Ein Schuttcontainer steht an der zur Bahn gewandten Seite, und es ist zu erahnen: Noch immer gibt es viel zu tun für die neuen Besitzer.

Leon Paradiso hat mit seiner Frau zusammen das Haus ersteigert. „Ein Messi-Haus“, wie er sagt. Aber: „Das Haus hat Charakter“, meint er. Wo andere vermutlich nur die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen hätten, packt Paradiso an. Er wirkt durchaus begeistert, wenn er durch das Haus geht und erklärt, dass an Abriss nicht mehr zu denken ist.

Die vorgenagelte Fassade wird als Nächstes entfernt. Das geht nur mit einem Hubwagen; ein Gerüst an das verwinkelte Haus anzubauen ist nicht möglich. Auch von innen muss das Haus grundsaniert werden.

Dem neuen Besitzer gefällt auch die verkehrsgünstige Lage des Gebäudes und die Tatsache, dass an das Vier-Familien-Haus noch ein kleiner Laden angeschlossen ist - allerdings ist auch der renovierungsbedürftig.

Was hat Leon Paradiso mit dem Haus vor? Er hat schon Ideen: Im Erdgeschoss möchte er ein Eiscafé sowie eine Tapas- und Cocktailbar einrichten. Jeden Sonntag soll es Frühstücksbrunch geben. Die Lage spreche dafür, dass das funktionieren könne, meint Paradiso, der im Landkreis Nienburg lebt. Viele Radfahrer kämen dort vorbei, das Haus liege günstig. Der 38-Jährige berichtet, dass er jahrelange Erfahrung als Gastronom habe. Eis herzustellen habe er sehr gründlich gelernt. Auch habe er bereits mehrere Häuser instand gesetzt und wieder vermietet, sagt Paradiso. In dem Haus an der Neustädter Straße haben die von ihm beauftragten Firmen noch lange zu tun. Im nächsten Sommer, so die Planung, könnte die Gastronomie eröffnen. Versuchen will Paradiso auch, einige Gästezimmer einzurichten. Aber er müsse Schritt für Schritt vorgehen, sagt er. Zunächst sei auch noch mit dem Pärchen zu verhandeln, das zurzeit als Mieter in dem Haus lebt.

Bei der Versteigerung des Hauses im Amtsgericht hatte auch die Stadt mitgeboten. Sie war aber frühzeitig aus dem Verfahren ausgestiegen.

Von Albert Tugendheim

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Von Redakteur Albert Tugendheim

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