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Kornblumenweg wird 2016 neu ausgebaut

Luthe Kornblumenweg wird 2016 neu ausgebaut

Der Ausbau des Kornblumenwegs, Kritik am Gewerbegebiet Süd und die Regionsumlage waren einige der Themen, die Donnerstag im Ortsrat Luthe und im Umweltausschuss diskutiert wurden.

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Der Kornblumenweg soll 2016 ausgebaut werden.

Quelle: Lange-Schönhoff

Wunstorf. Risse in der Straße, kaputte Kanalisation und ein schmaler Fußweg: Die Stadt will in Luthe deshalb den Kornblumenweg neu ausbauen. Das Konzept ist am Donnerstagabend in den Sitzungen des Ortsrates und des Umweltausschusses vorgestellt worden. Der schmale, östliche Teil soll zur Einbahnstraße werden.

Die Stadt will ihre Pläne ab Mai 2016 umsetzen, was etwa fünf Monate dauern wird. Die Straßenbaukosten von 400.000 Euro werden die Anlieger zu 75 Prozent zahlen müssen. Dazu kommen 200.000 Euro für die Kanalisation, die über die Gebühren von den Haushalten zu tragen sind.

Im Umweltausschuss kritisierte Thomas Silbermann (SPD), dass die Straße komplett als verkehrsberuhigt ausgewiesen werden soll. „Bei der Länge wird sich niemand an vier bis sieben Stundenkilometer halten“, sagte der Fahrlehrer. Erich Harms (SPD) unterstützte, dass andere Straßen in den Kornblumenweg einmünden, auf denen die Autofahrer mit Tempo 30 fahren dürfen. Martin Meinborn von der Stadtverwaltung sagte, dass die Straßenbreite nicht für separate Gehwege nach heutigen Standards ausreicht. Deshalb sei eine gemischte Fläche für alle Verkehrsteilnehmer gewählt worden, die als verkehrsberuhigt ausgewiesen werden muss.

Ortsratspolitiker Heinz-Gerd Kück (CDU) interessierte, ob auch Anwohner im südlichen Teil der Straße sich an den Kosten beteiligen müssten, obwohl deren Regenwasser in eine andere Richtung abgeleitet werde. Eine Antwort darauf wird auf einer Anliegerversammlung kommen.

CDU Luthe sieht Gebiet skeptisch

Die Pläne für eine umfangreiche Erweiterung des Gewerbegebiets Süd haben im Ortsrat Luthe für Diskussionen gesorgt. Protest kommt vom Luther Landwirt Christian Stille. 17.000 Quadratmeter Wald müssten gefällt werden. „Wir bekommen einen Kahlschlag.“ Wirtschaftsförderer Uwe Schwamm entgegnete aber: „Mit dem Luther Forst wird nur wenig passieren.“ Thema waren auch Ausgleichsflächen, die nach dem Wunsch des Ortsrates in Luthe liegen sollen und nicht andernorts. Der Ortsrat sprach sich für die Gründung der Entwicklungsgesellschaft aus. Weiterhin machte die SPD den Vorschlag, Rolf Hoch in dieses Gremium zu wählen. Die Entscheidung liegt aber beim Rat. Die CDU steht der ganzen Sache eher skeptisch gegenüber. „Luthe muss einen relativ hohen Preis zahlen, wir verlieren landwirtschaftliche Flächen, Forst als Naherholungsgebiet und mehr Verkehr fließt durch Luthe“, sagte Heinz-Gerd Kück. Für Andreas Lange (CDU) sind zwei Warnsignale, dass sich kein privater Investor gefunden hat und das Projekt nur umsetzbar ist, wenn Fördermittel fließen. Der Wirtschaftsförderer Uwe Schwamm sieht das Projekt als Chance. Luthe kann große Industrieflächen entwickeln. Diese Möglichkeit gibt es nur in Luthe und nicht in anderen Stadtteilen, auch nicht in Neustadt oder Seelze. Die Nachfrage sei da. Aus dem Ortsrat Kolenfeld kommt der Wunsch, frühzeitig das Straßennetz anzupassen. So hätten die Kolenfelder jetzt schon Schwierigkeiten, aus dem Ort kommend auf die L 392 abzubiegen. Schwamm sagte aber, zum jetzigen Zeitpunkt sei noch kein Verkehrskonzept für Kolenfeld geplant.

Asbest: Nach den Berichten der Leine-Zeitung über die Folgen der Fulgurit-Produktion hat ein Luther in der Einwohnerfragestunde gefordert, die Adolf-Oesterheld-Straße umzubenennen und den Firmengründer damit nicht mehr zu würdigen. Die Verwaltung hat sich mit dem Gedanken noch nicht beschäftigt, der Ortsrat ist aber grundsätzlich bereit, sich des Themas anzunehmen.

Vorstoß bringt 685.000 Euro

Die Stadt begrüßt den Vorstoß der Region für eine Senkung der Regionsumlage. Dazu müssten sich allerdings alle Städte bereit erklären, die Kosten für die wirtschaftliche Jugendhilfe zu tragen. Dabei geht es um Kinderbetreuungskosten für Familien, die sich das selbst nicht leisten können. In Wunstorf macht das einen Betrag von 230.000 Euro im Jahr aus, wobei die Stadt schon jetzt mit den Familien abrechnet und die Region das Geld nur pauschal erstattet. Im G.genzug würde die Regionsumlage für die Auestadt um 915.000 Euro sinken. In der Summe hätte Wunstorf also 685.000 Euro mehr in der Kasse.

Von Rita Nandy und Sven Sokoll

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