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Laser-Angriff führt zu Geldstrafe

Wunstorf Laser-Angriff führt zu Geldstrafe

Von Reue erfüllt hat ein 43-jähriger Luther sich am Montag vor dem Amtsgericht Neustadt gezeigt. Er musste sich dafür verantworten, leichtfertig einen Laserpointer auf die Besatzung eines Polizeihubschraubers gehalten zu haben. Er erhielt eine Geldstrafe von 2250 Euro.

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Ein Laserstrahl-Angriff auf einen Polizeihubschrauber ist vor dem Amtsgericht Neustadt verhandelt worden.

Quelle: Kathrin Götze

Neustadt/Luthe. Der Hubschrauber Phönix 91 mit drei Besatzungsmitgliedern war am 31. Oktober kurz nach 19 Uhr alarmiert worden, weil eine verwirrte Frau im Bereich zwischen Bundesstraße 441 und Bahnstrecke vermisst worden war. Der Pilot postierte den Helikopter in etwa 300 Metern Höhe über dem Bereich, während ein Kollege das Areal mit einer Wärmebildkamera absuchte. "Plötzlich habe ich von rechts ein rotes Blitzlicht wahrgenommen, einen gebündelten Strahl", sagte der 44-jährige Pilot vor Gericht.

Wie für solche Fälle vorgesehen setzte die Besatzung sich das Nachtsichtgerät ab, um die Augen vor dem Licht zu schützen. Der Strahl würde sonst noch deutlich verstärkt, wenn er ins Auge fällt. Auch bei den folgenden Positionswechseln folgte der Strahl dem Helikopter. Deshalb brachen die Polizisten die Suche ab und konzentrierten sich darauf, die Quelle des Laserstrahls in einem Luther Haus zu finden. Das gelang auch recht schnell.

Der Angeklagte berichtete, dass er dort bei seiner Tochter im  Zimmer gewesen war. Vor ihr hielt er den Strahl erst auf eine Katze auf einer Wiese. Als der Hubschrauber plötzlich auftauchte, wollten sie dann sehen, wie weit er wohl reicht. Plötzlich stand dann aber die Polizei vor dem Haus, vor seiner Tochter stritt er aber zunächst alles ab. "Doch dann habe ich noch mal nachgelesen und festgestellt, dass der Hubschrauber auch hätte abstürzen können", sagte der Frührentner. Er räumte deshalb bald alles bei der Polizei ein und übergab ihr alle Laserpointer, die er besessen hatte. Er versprach vor Gericht, dass so etwas nie wieder passieren werde.

Der Polizeipilot nahm seine Entschuldigung an, warnte aber trotzdem vor Nachahmern: "Es darf nicht zum Volkssport werden", sagte er. Für ihn war es das dritte Erlebnis dieser Art. Auch Richterin Pamela Ziehn betonte, dass das Leben von drei Personen auf dem Leben stand - auch wenn jetzt schlimmere Folgen ausgeblieben waren. Auf eine Haftstrafe, die das Strafgesetzbuch bei gefährlichem Eingriff in den Luftverkehr erlaubt, verzichtete sie. Die Geldstrafe, die sich aus 90 Tagessätzen zu 25 Euro errechnet, akzeptierte der Luther noch im Gerichtssaal.

Von Sven Sokoll

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