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Eichen sollen vom Reformations-Jubiläum bleiben

Wunstorf Eichen sollen vom Reformations-Jubiläum bleiben

Sie sollen zum Jubiläum "500 Jahre Reformation" im nächsten Jahr symbolträchtig wachsen und gedeihen: Vier Eichen werden in den nächsten Tagen im Gebiet des Kirchenkreises Neustadt-Wunstorf gepflanzt - Abkömmlinge der 100-jährigen Luthereiche in Polle.

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André Friese (von links), Wilhelm Blanke, Heiko Schwarz, Pastorin Christa Hafermann und Werner Seppelt bereiten in Kolenfeld die Ankuft der Luthereichen vor.

Quelle: Kathrin Götze

Kolenfeld. Eine der neuen Luthereichen wird vor der Kolenfelder Kirche stehen, eine in Bokeloh, eine in der Luther Tonkuhle und eine hinter der Kirche in Schneeren. Am Freitagabend haben Gemeindevertreter und Spender die Bäumchen in Kolenfeld in Empfang genommen - der Lieferwagen sollte schon am Nachmittag eintreffen, blieb aber stundenlang im Stau stecken. Insgesamt 200 Schößlinge hat die hannoversche Landeskirche zum Jubiläum ziehen lassen, alle stammen aus Früchten der prächtigen, 100 Jahre alten Luthereiche in Polle an der Weser.

In jeder der Gemeinden gibt es zur Pflanzung einen feierlichen Rahmen: In Bokeloh beginnt der zugehörige Familiengottesdienst am Sonntag, 23. Oktober, um 10 Uhr, in Kolenfeld am selben Tag um 10.30 Uhr. In Kolenfeld wirken beim Gottesdienst Kinder mit, die die Herbstferien auf einer Kirchenfreizeit verbracht haben. In Bokeloh gibt es nach Gottesdienst und Pflanzaktion Kürbissuppe im Gemeindesaal.  In Schneeren hält Pastor Friedrich Kanjahn zur Pflanzung der Luthereiche vor der Kirche am Sonntag, 30. Oktober, ab 16 Uhr eine Andacht. Im Anschluss gibt es Kaffee, Kuchen und Kekse.

Für Luthe wird noch ein Termin abgestimmt, wahrscheinlich werde der Baum am 29. oder 30. Oktober gepflanzt, sagt Spenderin Ulrike Erler, die von Baumfreund Christian Stille und dem Heimatverein unterstützt wird. Den Baum für Schneeren hat Heiko Schwarz gespendet, und in Kolenfeld kam die Spende anonym bei der Kirchengemeinde an: 111,11 Euro auf ein Blatt Papier geklebt, auf der Rückseite ein Zeitungsartikel über die Luthereichen-Aktion. "Das war eindeutig zu verstehen", sagt Pastorin Christa Hafermann lächelnd.

Mit den Pflanzungen sieht sich die Landeskirche in direkter Tradition zu Martin Luther verbunden. Dieser hatte 1520 in Wittenberg öffentlich die päpstliche Bulle mit der Bannandrohung verbrannt - der endgültige Bruch mit der katholischen Kirche. Am selben Ort wurde die erste Luthereiche gepflanzt. "Um Spaltung geht es bei der Aktion nicht", versichert Vera Christina Pabst, Pastorin in Bokeloh und Sprecherin für den Kirchenkreis.

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Ursprung der Luthereichen ist dieser prächtige Baum in Polle an der Weser.

Quelle: privat

Von Kathrin Götze

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