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Trubel in der Innenstadt

Wunstorf Trubel in der Innenstadt

Trubel in der Innenstadt: Matjesessen des Lions-Clubs Steinhuder Meer und Neubürgerempfang locken viele Besucher am Sonnabend in die Innenstadt. Mit einer Aktion macht der Runde Tisch gegen häusliche Gewalt auf sich aufmerksam.

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Neubürgerempfang: Helga Hornburg (links) wohnte früher am Kummerower See in Mecklenburg-Vorpommern. Stadtmitarbeiterin Öznur Acar überreicht ihr einen Stadtplan.

Quelle: Rita Nandy

Wunstorf. Mit großen Pappkartons zogen Frauen durch die Innenstadt. Darauf geschrieben waren Empfindungen von Kindern, wie diese die Situation zu Hause erleben. „Papa, warum haust du mich und Mama? Wir haben dich doch dolle lieb!“, stand da beispielsweise in kindlicher Schrift. „Wir wollten mal auf andere Art und Weise Aufmerksamkeit erregen“, erzählte die Gleichstellungsbeauftragte Dorothea Diestelmeier. Daher sollte nicht einfach nur ein Informationsstand aufgebaut werden. Die Aktion kam an. Passanten blieben stehen, lasen sich die Worte der Kinder durch.

Etwas Besonderes hatte sich auch Künstler Andreas Spengler in Zusammenarbeit mit der Stadt Wunstorf für den 20. Neubürgerempfang ausgedacht. Im Ratssaal konnten sich Zugezogene, aber auch Wunstorfer in ein offenes Goldenes Buch der Stadt eintragen. Ein Privileg, das zuvor nur prominenten Besuchern wie dem Dalai Lama und Joachim Gauck vorbehalten war. Als Erste nutzte Neubürgerin Sonja Halabi die Gelegenheit. Mit Tinte, die anschließend von Spengler mit einer Löschpapierrolle aufgesogen wurde, schrieb sie: „Es ist schön, in Wunstorf zu wohnen.“ Im Januar sei sie der Liebe wegen von Langenhagen in die Kernstadt gezogen. Ihr gefallen die Umgebung, die Natur und die wunderschöne Innenstadt.

Zuvor hieß Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt die Neubürger – mehr als 1800 sind zugezogen – herzlich willkommen und nannte im Gespräch mit Moderatorin Sabine Steuernagel die Vorzüge Wunstorfs wie viel Grün, tolle Ortschaften, ein gutes Freizeitangebot, zahlreiche Vereine, eine vielfältige Schullandschaft und ausreichend Kindergartenplätze. Ein Lob ging an die Politik, mit deren Hilfe es gelungen sei, die Flüchtlingskrise zu bewältigen. Einen Sonderapplaus gab es für die ehrenamtlichen Helfer der Feuerwehr. „Treten Sie in den Förderverein der Feuerwehr ein“, forderte Eberhardt die Besucher auf. Ebenso verwies er auf die schöne Innenstadt.

Diese war bereits gut gefüllt. Viele ließen sich Matjes, herzhafte Bratkartoffeln und Lachsbrötchen schmecken. Alle Hände voll zu tun hatten die mehr als 50 Helfer des Lions-Clubs Steinhuder Meer. Kurz vor Festende waren 2500 Matjes, 500 Kilogramm Bratkartoffeln und 800 Brötchen verspeist, ebenso wie 28 Kuchen und Kleingebäck. Bei herrlichem Sonnenschein schmeckte dazu auch ein Gläschen Prosecco oder Weißwein. Der Erlös kommt wie immer wohltätigen Zwecken zugute.

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Von Rita Nandy

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