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Mesmeroder fürchten Belastung durch Flüchtligsheim

Mesmerode Mesmeroder fürchten Belastung durch Flüchtligsheim

Die Pläne der Stadt für ein Flüchtlingsquartier im kleinen Mesmerode wecken im Ort die Befürchtungen,über Gebühr belastet zu werden - zudem gibt es Ärger darüber, sehr kurzfristig vor vollendete Tatsachen gestellt worden zu sein.

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Am Fuße des Kalibergs will die Stadt in Mesmerode in den nächsten Monaten Container für Flüchtlinge aufstellen.

Quelle: Sven Sokoll

Mesmerode. Die Bedenken wurden am Donnerstag in der Sitzung des Ortsrates noch einmal deutlich.Bis vor vier Wochen gehörte der Container-Standort zwischen Kaliberg und dem Wohngebiet An den Auewiesen aus Sicht der Stadt noch nicht zur ersten Wahl. Da ein Standort in Klein Heidorn sich aber nicht realisieren ließ, rückte Mesmerode vor vier Wochen dann doch nach.

Baureferatsleiter Robert Lehmann stellte die Pläne vor. Für sie spricht aus Sicht der Verwaltung, dass die notwendigen Versorgungsleitungen vorhanden sind, es keine rechtlichen Hürden gibt und die Container deshalb sehr schnell aufgestellt werden können - geplant ist bis zum Juni. Zu einem zentralen, eingeschossigen Bereich kommen vier doppelstöckige Containerblöcke mit Platz für bis zu 128 Bewohner; ein Betreiber wird noch gesucht.

„Jeder fünfte Mesmeroder ist dann ein Flüchtling“, sagte Ortsbürgermeister Ulrich Troschke (SPD). Die Kritik von Bürgern und Ortsratmitgliedern richtet sich unter anderem dagegen, dass die Flüchtlinge an dem Standort wenig Infrastruktur vorfinden - was auch Lehmann einräumt: „Keiner sagt, dass es die Top-Lösung ist.“ Doch die Stadt sei darauf angewiesen, schnell Wohnraum zu schaffen. Sie wolle aber bei der tatsächlichen Belegung auch auf eine möglichst verträgliche Struktur zu achten.

Ängsten vor Unfrieden im Ort begegneten auch Pia Liebermann und Bernd Stühmann von den Johannitern, die von durchweg positiven Erfahrungen im Heim am Luther Weg berichteten. Aus den Reihen der Bürger wurde aber auch dazu aufgerufen, gemeinsam zu überlegen, wie die Flüchtlinge integriert werden können. Einmütig forderte der Ortsrat auf Antrag von Friedrich Stolte (SPD), wenigstens die Mehrzweckhalle von Einquartierungen freizuhalten.

Von Sven Sokoll

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