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Land will Übernahme von K+S abwenden

Bokeloh Land will Übernahme von K+S abwenden

Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil hat am Montag dem Kaliwerk Sigmundshall einen Besuch abgestattet und eine Grubenfahrt unternommen. Zum ersten Mal habe er ein produzierendes Bergwerk besucht, sagte er.

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Der Vorstandsvorsitzende von K+S, Norbert Steiner (r.), erläutert dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil den Betrieb unter Tage.

Quelle: Privat

Bokeloh. Er habe großen Respekt für die dort arbeitenden Menschen empfunden, sagte Weil anschließend.

K+S-Vorstandvorsitzender Norbert Steiner hatte den Ministerpräsidenten vor längerer Zeit eingeladen. Auf mediales Echo stieß der Besuch vor allem, weil kürzlich der kanadische Düngemittelherstellers PotashCorp den K+S-Konzern übernehmen wollte.

Es sei gut, dass Vorstand und Aufsichtsrat von K+S dieses Angebot abgelehnt haben, sagte Weil. Die Landesregierung werde sich für die Eigenständigkeit von K+S einsetzen. Wenn die Kanadier K+S übernehmen würden, bedeutete das den Abbau von Arbeitsplätzen auch in Niedersachsen. Das Bokeloher Werk Sigmundshall ist das einzige noch produzierende Kalibergwerk in Niedersachsen. Dort arbeiten 810 Menschen, 35 Auszubildende gehören dazu.

Der K+S-Vorstandsvorsitzende Steiner sagte, dass sich in Sachen Übernahme Vorstand, Aufsichtsrat und Betriebsrat in ihrer Ablehnung einig seien. Potash habe Überkapazitäten. Bei einer Übernahme durch die Kanadier würde daher die Produktion bei K+S gefährdet. Für K+S gehe es auch um die Interessen der Regionen, in denen das Unternehmen tätig sei. Der K+S-Konzern ist der größte Salzproduzent der Welt und gehört zur Spitzengruppe der internationalen Kalianbieter. Mit mehr als 14 000 Mitarbeitern erzielte K+S 2014 einen Umsatz von 3,8 Milliarden Euro.

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Mitte Juni war bekannt geworden, dass Potash an einem Kauf von K+S interessiert ist.

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Von Redakteur Albert Tugendheim

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