Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -2 ° Nebel

Navigation:
Sigmundshaller beteiligen sich an Kette

Wunstorf Sigmundshaller beteiligen sich an Kette

Mitarbeiter der Kaliwerks Sigmundshall wollen sich am Donnerstag dieser Woche in größerer Zahl an einer Menschenkette für den Kalibergbau im Werratal beteiligen. Wegen der Produktionsbeschränkungen des dortigen K+S-Schwesterwerks fürchten die Initiatoren um die Zukunft des Kalibergbaus insgesamt.

Voriger Artikel
Auftakt für das Wunstorfer Altstadtfest
Nächster Artikel
Verkehrsbelastung darf nicht mehr werden

Auch Kaliwerker aus Bokeloh wollen sich an einer Menschenkette im Werratal beteiligten.

Quelle: Christian Burkert

Bokeloh. "Für uns ist es selbstverständlich, unsere Kollegen an der Werra vor Ort zu unterstützen", sagt deshalb Annegret Brandes, Betriebsratsvorsitzende von Sigmundshall. Auch der Vorstand des K+S-Konzerns will sich an der Aktion beteiligen. Auf rund 13 Kilometern soll ab 13.30 Uhr eine Menschenkette die drei Standorte des hessisch-thüringischen Verbundwerks Werra in Unterbreizbach, Philippsthal und Heringen verbinden.

Im Werratal hat das Unternehmen wegen ausstehender Genehmigungen mittlerweile massive Schwierigkeiten, salzhaltige Abwässer zu entsorgen. In den trockenen Sommermonaten hat sich die Situation wegen des niedrigen Wasserstands der Werra weiter zugespitzt. 1000 der dortigen 4400 Beschäftigen sind seit April regelmäßig in Kurzarbeit. "Wir wollen ein Zeichen setzen und auf die vielen tausend Arbeitsplätze hinweisen, die im Werratal und darüber hinaus auf dem Spiel stehen", sagt der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Harald Döll, der gemeinsam mit der Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie zu der Menschenkette aufgerufen hat.

Zu den insgesamt 10.000 deutschen K+S-Mitarbeitern zählen auch die 750 Beschäftigten von Sigmundshall. Doch von den anderen Standorten sind Delegationen angekündigt, die mit Bussen anreisen. Neben Mitarbeitern werden auch Familien, Partnerfirmen, Vereine und Politiker im Werratal erwartet.

Kaliwerk wird Thema im Wirtschaftsausschuss

Mit den Perspektiven für die Sigmundshall-Arbeiter nach dem Ende des Kalibergbaus wird sich am 14. September der Wirtschaftsausschuss des Rates beschäftigen. Das hat die SPD-Fraktion beantragt. Ende Juli war bekannt geworden, dass der K+S-Konzern das Werk Siegfried-Giesen bei Hildesheim vorerst noch nicht wieder reaktivieren will. Das verschlechtert die Perspektiven, dass Beschäftigte aus Bokeloh zum Ende des Jahrzehnts in größerer Zahl dorthin wechseln könnten.

Von Sven Sokoll

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6sl85usc0ug1kqfvnj00
Richtkranz hängt über Bau am Barnemarkt

Fotostrecke Wunstorf: Richtkranz hängt über Bau am Barnemarkt