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Ein Angeklagter zeigt starken Fluchtinstinkt

Wunstorf/Neustadt Ein Angeklagter zeigt starken Fluchtinstinkt

Einen ausgeprägten Fluchtinstinkt scheint ein Wunstorfer zu besitzen, der am Donnerstag vor dem Amtsgericht Neustadt erscheinen sollte. Er sollte sich für eine gefährliche Verfolgungsfahrt mit der Polizei verantworten - doch auch vor Gericht erschien er nicht.

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Das Neustädter Amtsgericht.

Quelle: Kathrin Götze

Wunstorf. Zweimal hintereinander, mit rund einer Woche Abstand, soll der Mann im vergangenen Juli mit dem Auto vor der Polizei geflüchtet sein, die seinen Führerschein kontrollieren wollte. Er besitzt keine Fahrerlaubnis. Mit hohem Tempo lenkte er in einem Fall den Wagen Richtung Barsinghausen, zwang mit riskanten Überholmanövern andere Fahrer zum Ausweichen.

Der Mann ist der Polizei bekannt, auch für seine ausgeprägte Neigung, sich Kontrollen, Haftbefehlen und anderen Amtshandlungen zu entziehen. Das führt, bei aller Dramatik, auch manchmal zu komischen Szenen. Ein Polizeibeamter schilderte, wie der große und kräftige 40-Jährige sich während einer Hausdurchsuchung in einem niedrigen Schränkchen versteckt hatte. Zweimal hätten Beamte an der Tür gerüttelt und sich achselzuckend abgewendet. Erst der dritte Versuch war erfolgreich, offenbar hatte der Gesuchte die Tür erst von innen zugehalten, dann losgelassen. "Als wir ihn dann aus dem Schrank kommen sahen, mussten wir unwillkürlich lachen", sagte der Beamte.

So auch beim Gerichtstermin am Donnerstag: Vergeblich warteten Strafrichter, Staatsanwältin, Protokollkraft sowie fünf Zeugen auf den Mann. Eine Polizeistreife klingelte mehrfach an seiner Tür, doch er machte nicht auf.

Auf weitere Zwangsmaßnahmen verzichtete Richter Eike Kassebaum angesichts der fortgeschrittenen Zeit zunächst, er will einen weiteren Termin ansetzen, wahrscheinlich im nächsten Jahr. Die Zeugen bekommen den entstandenen Aufwand für die Anfahrt bezahlt, werden auch erneut geladen.

Von Kathrin Götze

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