Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Neubautrasse führt zu Diskussionen

Wunstorf Neubautrasse führt zu Diskussionen

In ihrer Kritik an der im Entwurf des Bundesverkehrswegeplans aufgenommenen Neubautrasse zwischen Hannover und Bielefeld sieht sich die SPD-Bundestagsabgeordnete Caren Marks bestätigt. Sie teilt mit, dass Landesverkehrsminister Olaf Lies Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt deutlich gemacht habe, dass das Land die Trassenplanung nicht unterstützen werde.

Voriger Artikel
Ein stimmgewaltiges Sigwards-Festival
Nächster Artikel
Bioland-Gemüsediele wird 25 Jahre

Sowohl das Land Niedersachsen als auch die Deutsche Bahn scheinen gegen die Trassenplanung zwischen Hannover und Bielefeld zu sein.

Quelle: DB Jordi Pereda/dpa

Wunstorf. Auch die Bahn selbst scheint die Planung nicht unterstützen zu wollen. Das habe sich aus Gesprächen ergeben, die sie in der Angelegenheit geführt habe, schreibt Marks. Die neue Trasse würde laut Entwurf südlich an Wunstorf vorbeiführen. Ziel ist, die kurvige Strecke zu begradigen. Das würde die Fahrzeit verkürzen und längere Wartezeiten im Fernverkehr vermeiden.

In ihrer Stellungnahme zur Planung hatte sich die Stadt ablehnend geäußert. Wunstorf sei bereits jetzt starkem Lärm durch Bahn und Güterverkehr ausgesetzt, hieß es. Noch mehr Belastung fürchtet die Stadt außerdem durch die engere Taktung des Schienenverkehrs auf der optimierten Alpha-E-Trasse zwischen Nienburg und Wunstorf.

„Da es sich um einen Entwurf handelt, gibt es noch keine konkrete Planung“, sagte Stadtsprecher Alexander Stockum. Das sei Sache des Bundes. Wenn die Neubautrasse im Plan bliebe, käme es zu einem Planfeststellungsverfahren. Dann müsse es auch einen Variantenvergleich geben, sagte Stockum. Auch der Lärmschutz müsste verbessert werden.

„Es muss neu und ergebnisoffen geprüft werden, wie die Strecken ertüchtigt werden können, ohne die ohnehin stark von Bahnlärm betroffenen Kommunen weiter zu belasten“, sagte Marks. Sie und Verkehrsminister Olaf Lies sprechen sich für einen offenen Dialog aller Beteiligten aus.

Diesen strebt offenbar auch die CDU an. Die Abgeordneten Hendrik Hoppenstedt, Maria Flachsbarth und Maik Beermann haben für Donnerstag, 30. Juni, Bürgermeister und Bürgerinitiativen zu einer nicht öffentlichen Gesprächsrunde mit dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann, in die Abtei eingeladen. Auch die Stadt hofft darauf, dass Ferlemann erklärt, was mit dem Entwurf weiter passiert.

von Anke Lütjens

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Die Debatte wurde beendet
Die Debatte zu diesem Artikel ist beendet. Auf HAZ.de können Sie die Themen des Tages diskutieren – hier finden Sie die aktuellen und vergangenen Themen im Überblick.
Mehr aus Nachrichten
doc6sou12065oi1e3senhn4
Engelsflügel haben es in Innenstadt geschafft

Fotostrecke Wunstorf: Engelsflügel haben es in Innenstadt geschafft