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Neuregelung: Ohne Unfall kein Blitzer

Wunstorf Neuregelung: Ohne Unfall kein Blitzer

Wegen neuer Technik stehen Standorte der Tempomessung im Stadtgebiet auf dem Prüfstand - nicht jeder darf einer neuen Verordnung zufolge bestehen bleiben. Denn für Messungen muss die Stadt neuerdings das Einvernehmen der Polizei einholen.

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Der Blitzer-Standort an der Haster Straße soll bestehen bleiben - etliche andere aber nicht.

Quelle: Kathrin Götze

Wunstorf. Wichtiger Maßstab ist einer städtischen Vorlage zufolge, ob es in jüngster Zeit Unfälle gegeben hat, oder ob ein örtlicher Gefahrenpunkt besteht, an dem sich viele Fahrer nicht an Regeln halten und andere Maßnahmen nicht möglich sind. Die Verordnung sei seit 2010 in Kraft heißt es, aktuell wurden die städtischen Messstellen überprüft, weil auf eine neue Lasertechnik umgestellt wird. Auch neue Wunschstandorte, die Ortsräte vorgeschlagen haben, sind überprüft worden.

Für gut befunden waren bereits 2016 die Standorte Wunstorf, Haster Straße sowie Bokeloh, Cronsbostel . Die Polizei hat ihr Einvernehmen erteilt, die Ausrüstung mit neuer Technik sei bereits in Auftrag gegeben, heißt es. Auch der Standort am Ortseingang Blumenau (aus Richtung Luthe) soll nach neuerer Empfehlung der Polizei erhalten bleiben.

Kritischer sehen die Beamten die Lage an den folgenden sechs Standorten:

Südlicher Ortseingang Klein Heidorn , aus Richtung Wunstorf kommend: Dort sei in den vergangenen drei Jahren nur ein Unfall auf überhöhtes Tempo zurückzuführen gewesen, so die Polizei. Das reiche nicht für eine fest installierte Meßsstation. Bis Ende 2017 dürfe die alte Technik dort noch weiter genutzt werden, danach genehmigt die Polizei nur noch vier mobile Messungen.

Nördlicher Ortseingang Klein Heidorn (aus Richtung Großenheidorn): Diesen Standort hatte der Ortsrat sich gewünscht. Die Polizei sieht keinen Anlass: Mittelinsel und Rechtskurve entschärften den Verkehr genug, heißt es. Weitere Verbesserung erhofft sich die Polizei von Schutzstreifen für Radfahrer, die der Ortsrat auf die Fahrbahn markieren lassen will.

Luthe, Adolf-Oesterheld-Straße (ortseinwärts): Seit 2014 habe es keine Unfälle gegeben, auch der Ortsrat hatte den Kasten dort schon abbauen und an anderer Stelle installierten lassen wollen, nämlich:

Luthe, Nienburger Straße (ortseinwärts): Dort steht nun seit einigen Monaten ein Kamerakasten, allerdings ist er nicht in Betrieb. Die Stadtverwaltung hatte die Entscheidung der Polizei abwarten wollen. Doch die will dort weiterhin nur mobile Messungen zulassen. Auch reine Messtafeln mit Smiley-Gesichtern darauf hätten dort über ein Jahr gestanden, ohne dass gravierende Auffälligkeiten festgestellt worden seien. Auch Querungshilfen seien ausreichend vorhanden, heißt es, außerdem sei ein Schutzstreifen für Radfahrer Richtung Blumenau geplant.

Kolenfeld, Schwalenbergstraße (ortseinwärts): Schlechter Zustand der Fahrbahn und schmaler Gehweg führten zu einem gefühlten Mangel an Verkehrssicherheit, besonders wenn bei Stockungen auf der Autobahn der Umleitungsverkehr dort entlang läuft. Objektive Gefahr bestehe aber nicht, heißt es. Der einzige Unfall der vergangenen drei Jahre an dieser Stelle sei wegen Verletzung der Vorfahrt passiert.

Mesmerode, Auhagener Straße (beide Richtungen): keine Unfälle in den vergangenen drei Jahren, daher erteilt die Polizei lediglich das Einvernehmen für drei mobile Messungen im Jahr. 

Die Kamerakästen sollen an den genannten Stellen aufgestellt bleiben, um etwa Ortsfremde vom Tritt aufs Gaspedal abzuschrecken, aber nicht mehr betrieben werden. Die Verordnung, die das polizeiliche Einvernehmen fordert, sei seinerzeit auch erlassen worden, um den Vorwurf der Abzocke am Autofahrer zu entkräften, erläutert Stadtsprecher Alexander Stockum. 

Von Kathrin Götze

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