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Container-Wohnheim steht zunächst leer

Wunstorf Container-Wohnheim steht zunächst leer

In Eile wurde es geplant und errichtet - nun steht das neue Container-Wohnheim an der Großenheidorner Mehrzweckhalle leer. Es bietet Platz für bis zu 125 Personen in variablen Wohnungen. Ob es tatsächlich noch für Flüchtlinge gebraucht wird, steht in den Sternen.

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Der Containerbau an der Großenheidorner Mehrzweckhalle ist fertig - und steht leer.x

Quelle: Kathrin Götze

Großenheidorn. Als die Stadt im vergangenen Jahr mehrere derartige Unterkünfte plante, war noch nicht abzusehen, dass der Zuzug der Flüchtlinge so abrupt abebben würde, wie es nun geschehen ist. Dennoch, die Stadt nimmt weiter auf: 351 Flüchtlinge sollten laut Quote bis Ende November kommen, wie Stadtsprecher Hendrik Flohr erläutert, davon stehen noch 94 aus. "Heute sind sieben Personen angekommen, nächste Woche kommen 17", sagt Flohr.

Nach wie vor halte sich die Stadt an den Grundsatz, die Zuzügler möglichst dezentral unterzubringen. Auch die Sammelunterkunft am Luther Weg ist nicht mehr voll belegt, momentan leben dort 82 Personen, die 17 Neuankömmlinge der nächsten Woche sollen auch zunächst dort einziehen. Man habe sich mit dem Ausbau der Container dementsprechend auch Zeit lassen können, berichtet Flohr weiter. Daher sei der Bau noch gar nicht so lange fertig.

Und was, wenn die Wohnungen doch nicht gebraucht werden? Konkrete Pläne hat die Stadt noch nicht, sagt Flohr. Auch der Ortsrat halte sich mit Vorschlägen noch zurück, sagt Ortsbürgermeister Manfred Wenzel (CDU). Von Sportlerunterkünften über ein Jugendhotel bis zu Studenten- oder Monteurswohnungen könne man sicher viele Ideen dort umsetzen. "Zuerst hatten wir aber Kindergarten, Schule und Randstundenbetreuung im Auge, doch dafür liegt es etwas zu weit abseits", sagt Wenzel.

Was nach aktuellem Stand dort nicht geht, ist dauerhaftes Wohnen, denn das Grundstück liegt im Gewerbegebiet. Es sei allerdings wegen strenger Umweltauflagen an Firmen bisher nicht vermittelbar gewesen, sagt Wenzel, daher habe es sich für das Wohnheim angeboten. Auch örtliche Vereine hätten sicher Verwendung für die Räumlichkeiten. "Das Problem dabei ist, dass die Region als Eigentümerin dann Miete nehmen müsste", sagt Wenzel.

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Die Wohncontainer sind um einen Hof aufgebaut, die Anlage gut gesichert.

Quelle: Kathrin Götze

Von Kathrin Götze

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