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Nordumgehung Wunstorf behält hohe Priorität

Bundesverkehrswegeplan Nordumgehung Wunstorf behält hohe Priorität

Die Wunstorfer Ortsumgehung behält beim Bund eine hohe Priorität: Nach dem am Mittwoch vorgestellten Entwurf des neuen Bundesverkehrswegeplans für die Zeit bis 2030 bleibt die Straße in der Kategorie "Vordringlicher Bedarf" eingestuft.

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Die Verkehrsbelastung auf Wunstorfs Ortsdurchfahrt soll sich mit der Nordumgehung deutlich reduzieren.

Quelle: Jörg Rocktäschel

Wunstorf. Die Bundestagsabgeordnete Caren Marks (SPD) zeigte sich erfreut. "Das ist eine ganz wichtige Hürde auf dem Weg zur Realisierung", sagte sie. Sie wolle sich im parlamentarischen Verfahren dafür einsetzen, dass die Straße eingeplant bleibt, denn die ständig steigende Verkehrsbelastung sei für Wunstorf nicht mehr hinnehmbar.

Deshalb ist die Nachricht aus Berlin auch für Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt ausgesprochen wichtig, zumal die Zahl der Neubauprojekte ausgedünnt werden sollte. "Für die Entwicklung der Stadt ist die Umgehung unverzichtbar", sagte Eberhardt. Aus seiner Sicht ist es für Wunstorf ein Vorteil, dass das Projekt in der Ratspolitik weitgehend unstrittig ist.

Schon im letzten Bundesverkehrswegeplan von 2003 ist die Nordumgehung, Kostenschätzung aktuell 32 Millionen Euro, in den vordringlichen Bedarf eingestuft worden. Die 6,5 Kilometer lange Strecke soll in der Luther Kurve von der B441 abzweigen und dann zwischen Blumenau und Liethe sowie zwischen Klein Heidorn und der Nordstadt verlaufen. Westlich der Bokeloher Bahnstrecke stößt sie dann wieder auf die bisherige Trasse.

Im Jahr 2009 ist das Planfeststellungsverfahren bei der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr begonnen worden. Bis heute läuft es, liegt aber in den letzten Zügen. "Wir wollen es natürlich gern schnell zum Abschluss bringen. Bei der Formulierung des Planfeststellungsbeschlusses tauchen aber immer wieder Detailfragen auf, die wir als Vorhabenträger noch beantworten müssen", sagt Julia Fundheller, die beim hannoverschen Geschäftsbereich der Behörde den Fachbereich Planung leitet.

Wenn der Beschluss vorliegt, ist aber auch noch damit zu rechnen, dass Kritiker ihn gerichtlich überprüfen lassen werden. Eberhardt denkt deshalb, dass ein Bau der Nordumgehung zu Beginn des nächsten Jahrzehnts realistisch sein wird. Die Stadt werde ihren Teil dazu leisten, dass es möglichst schnell klappt.

Von Sven Sokoll

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