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Naturschützer fürchten Feiertags-Vandalismus

Wunstorf Naturschützer fürchten Feiertags-Vandalismus

An den Feiertagen, die sich in den nächsten Wochen häufen, ist die Natur rund um das Steinhuder Meer oft besonderen Belastungen ausgesetzt. Darauf weist die Ökologische Schutzstation (ÖSSM) aus Winzlar hin und bittet deshalb Ausflügler, ausreichend Rücksicht zu nehmen.

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Die Grenzen der Naturschutzgebiete müssen respektiert werden.

Quelle: ÖSSM/Brandt

Steinhude. "Leider gibt es unter den Freizeitnutzern immer wieder einzelne Mitmenschen, die Regeln wie Wegesperrungen in Naturschutzgebieten ignorieren, oft versehentlich, aber mitunter auch absichtlich", sagt Thomas Brandt, wissenschaftlicher Leiter der ÖSSM. Die Folge ist oft, dass Tiere vermeidbar gestört werden. Das könne zum Verlust von Vogelbruten oder zum Tod von Jungtieren führen.

Die ÖSSM-Mitarbeiter müssen nach Brandts Angaben regelmäßig Menschen dazu auffordern, die Naturschutzgebiete zu verlassen. Dabei beobachten sie auch verbotene Handlungen, die sich von Ordnungswidrigkeiten bis hin zu Straftaten bewegen. Dazu zählen wilde Camper, Müllentsorgung und unangeleinte Hunde, die noch eine Ente im Maul haben. "Wir haben auch auch schon mitten im Naturschutzgebiet einen Geocache neben dem Nest von Kranichen gefunden", berichtet Brandt.

Ein trauriger Höhepunkt war, als an Himmelfahrt 2016 junge Ausflügler eine Feuerwerksrakete in Richtung des Seeadlernestes abgeschossen haben, ohne dass in dem Fall ein Vogel zu Schaden kam. Auch wenn Vergehen von den Behörden geahndet werden, kann das die entstandenen Schäden in der Natur aber auch nicht wieder beheben. Deshalb wollen die Naturschützer dafür werben, dass die Regeln von vornherein akzeptiert werden.

Für den Himmelfahrtstag hat die Stadt Wunstorf unterdessen mit einer Verfügung schon veröffentlicht, wie sie verträgliche Vatertagsfeiern in Steinhude erreichen will. Die Badeinsel bleibt dafür weiter tabu, das Geschehen soll sich wieder auf die Wiese zwischen den Parkplätzen am Bruchdamm und an den Strandterrrassen konzentrieren. Dort wird auch wieder um 19 Uhr Schluss sein. Neu ist die Regelung, dass auf der Wiese nicht gegrillt werden darf. "Das resultiert daraus, dass im vergangenen Jahr einige Grills nicht richtig aufgebaut wurden und so Brandschäden entstanden", sagte Stadtsprecher Alexander Stockum.

Ortsbürgermeister Wilhelm Bredthauer (SPD) fand die Stimmung im Ort im vergangenen Jahr bis auf einige Ausfälle recht verträglich und kann mit der Aufteilung deshalb auch für dieses Jahr leben, wie er sagte.

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Verlassene Jungtiere wie diese Kiebitzküken können das Resultat von Störungen in einem Naturschutzgebiet sein.

Quelle: ÖSSM/Lüers
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