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Olympionike Manfred Schumann kehrt zum Verein zurück

TuS Wunstorf Olympionike Manfred Schumann kehrt zum Verein zurück

Eine herausragende Sportkarriere hat für Manfred Schumann beim TuS Wunstorf begonnen - nun hat sich der Kreis geschlossen. Der 64-Jährige, der vor drei Jahren nach Kolenfeld zurückgezogen ist, ist wieder in den Verein eingetreten.

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Gerhard Jentsch (links) begrüßt Manfred Schumann im TuS Wunstorf.

Quelle: Sven Sokoll

Wunstorf. Manfred Schumann will sich dafür engagieren, dass die goldenen Zeiten, die er Ende der Sechzigerjahre miterlebt hat, sich vielleicht wiederholen können.

„Wir waren damals in Niedersachsen absolut führend“, erinnert er sich. Trainer wie Paul Klinkmüller und Rudi Balke hatten den Grundstein dazu gelegt. Schumann holte für den TuS zwei deutsche Jugendmeistertitel über 110-Meter-Hürden, wechselte dann aber 1969 zu Bayer Leverkusen, wo ihn der Zehnkampf-Olympiasieger Willi Holdorf unter seine Fittiche nahm. 1972 qualifizierte sich Schumann, der als Hürdensprinter insgesamt sechs deutsche Meistertitel sammelte und einmal Vizeeuropameister war, für die Olympischen Sommerspiele in München.

Seine olympische Karriere setzte er dann aber auf ganz andere Weise fort: Wiederum nach dem Vorbild von Holdorf stieg er 1973 auch in den Bobsport ein, wo die Leichtathleten als schnelle Anschieber beliebt geworden waren. Und das zweite sportliche Standbein funktionierte hervorragend: Mit dem Piloten Wolfgang Zimmerer wurde Schumann 1974 Weltmeister im Viererbob.

Bei den Olympischen Winterspielen 1976 in Innsbruck erfuhren die beiden sich zusammen die Silbermedaille im Zweier- und die Bronzemedaille im Viererbob. Nach weiteren Erfolgen beendete er seine Sportlerlaufbahn 1979, nachdem er zum vierten Mal mit einem Achillessehnenabriss zu kämpfen hatte. Zweimal hatte ihn auch der Bundespräsident mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet. Er blieb aber als Trainer dem Sport treu.

Nachdem er aus Hessen wieder zurückgekehrt ist, wo er zuletzt bei Groß-Gerau gelebt hatte, hat er wieder Kontakte zu seinem alten Verein geknüpft. „Ich habe im Sommer zum ersten Mal nach 20 Jahren wieder einen Leichtathletik-Wettbewerb beim TuS angesehen. Dabei sind mir zwei talentierte Mädchen aufgefallen, die ich jetzt betreue.“ Nun kam auch noch die offizielle Rückkehr in den Verein, über die der stellvertretende Vorsitzende Gerhard Jentsch sich sehr freute. Er begrüßte Schumann mit dem Buch zum 150-jährigen Jubiläum des TuS.

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