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Kolenfelder sollen Bahnprojekt im Auge behalten

Wunstorf Kolenfelder sollen Bahnprojekt im Auge behalten

Bahn und Bauen: Mit diesen Kernthemen beschäftigten sich die Kolenfelder Ortsratsmitglieder in ihrer Sitzung am Mittwochabend. Eine attraktive Tagesordnung, die auch zahlreiche Gäste ins Gasthaus Kuckuck lockte.

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Der städtische Baureferatsleiter Robert Lehmann erläutert im Ortsrat Kolenfeld die geplante Bahntrasse Hannover-Bielefeld.

Quelle: Rita Nandy

Kolenfeld. Interessiert verfolgten sie den anschaulichen Vortrag des städtischen Baureferatsleiters Robert Lehmann zur geplanten zweigleisigen Bahntrasse Hannover-Bielefeld. Ziel ist, die Fahrzeit um acht Minuten zu verringern. Die vorgesehene Maximalgeschwindigkeit liege bei 230 Stundenkilometern. Konkrete Streckenverläufe der Bahn lägen noch nicht vor.

Daher zeigte er verschiedene Varianten, die der Verein "Zukunft leben Dedensen", erarbeitet hat. Bei zwei Streckenverläufen wäre Wunstorf betroffen. Doch Lehmann hatte Argumente, warum die Verwaltung diese für unwahrscheinlich halte. Eine würde direkt durch die Stadt führen. Dazu müssten Häuser abgerissen werden. Außerdem könnte die angestrebte Maximalgeschwindigkeit nicht erreicht werden. Die zweite Möglichkeit würde zwischen Kolenfeld und Wunstorf verlaufen. Für das Gelände plant die Stadt aber gerade die Ausdehnung des Gewerbegebiets. Für diesen oder nächsten Monat seien Gespräche zwischen den Bürgermeistern der möglicherweise betroffenen Kommunen, zu denen Barsinghausen und Seelze gehören, geplant.

Bürgermeister Karsten Grobe (SPD) appellierte an die Zuhörer, wachsam zu sein. Die Bürger der Nachbarorte seien schon aktiv. "Die Trasse wird irgendwo hin müssen", sagte Karl-Peter Philipps. Der CDU-Politiker warnte: "Ich kann nur alle auffordern, dass wir in Kolenfeld nicht den Zug der Zeit verschlafen."

Die Chance, dass ein Neubaugebiet in Kolenfeld entsteht, möchte der Ortsrat nur ungern verschenken. Zwei Entwürfe, südlich des Haselnusswegs sowie an der Verlängerung der Kanalstraße, liegen bereits vor. Für die Kanalstraße spricht unter anderem, dass mit weniger Eigentümern verhandelt werden muss. Doch die Gespräche seien festgefahren, wie der Baureferatsleiter erläuterte. Der Ankaufpreis in Höhe von 150 Euro entspreche nicht den Erwartungen der Eigentümer. Um die Diskussion zu beenden, habe der Ortsrat nun mit dem 30. Juni einen Schlusstermin festgesetzt, sagte Karl-Peter Philipps. Wenn bis dahin keine Einigung erzielt werde, sei das Vorhaben beendet. Dann werde es in den nächsten 15 bis 20 Jahren kein Neubaugebiet in Kolenfeld geben, allenfalls sei eine Nachverdichtung möglich.

Von Rita Nandy

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