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Fast alle Bäume blieben erhalten

Wunstorf Fast alle Bäume blieben erhalten

Die Baumschutzsatzung von 2007 hat dabei geholfen, das Luther Ortsbild zu erhalten. Diese aus seiner Sicht positive Bilanz hat Thomas Pietzsch aus der Stadtverwaltung am Donnerstag im Luther Ortsrat gezogen.

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Viele beeindruckende Bäume prägen das Luther Ortsbild, hier an der Hauptstraße.

Quelle: Sven Sokoll

Luthe. 225 Bäume waren damals in Luthe unter Schutz gestellt worden, was durchaus umstritten war. Gleichzeitig wurden Instrumente geschaffen, mit denen die privaten Eigentümer unterstützt werden sollten - etwa Beratung und eine Kostenbeteiligung der Stadt bei der Pflege. "Das funktioniert", sagte Pietzsch. Seitdem mussten von den geschützten Bäumen nur 10 nach einer entsprechenden Genehmigung gefällt werden, weil sie zu krank waren. Sechs Anträge wurden abgelehnt. Mit der Forderung nach Ersatzpflanzungen sei die Stadt recht flexibel umgegangen.

Für Uwe-Karsten Bartling (SPD) zeigt sich mittlerweile, dass viele Luther grundsätzlich willens sind, das Dorfbild zu erhalten. Heinz-Gerhard Kück (CDU) kritisiert die Satzung aber nach wie vor als eine Entmündigung der Besitzer: "Die tragen das Risiko weiterhin." Positiv sei aber zumindest, dass die Verwaltung die Regeln mit Augenmaß anwende.

Vorgestellt wurden in der Sitzung auch die Pläne für den Ausbau der Osterfeldstraße, der im Frühjahr 2017 beginnen soll. Der Anlass ist wie so oft die Kombination aus einer maroden Kanalisation und Straßenschäden, die auch zu Pfützen führen. Schmutz- und Regenwasser werden bei der Gelegenheit getrennt, so dass auch neue Hausanschlüsse notwendig werden.

Die gepflasterte Straße wird keinen separaten Fußweg haben, eine Einbahnstraßenregelung wegen der fehlenden Breite hatten die Anwohner abgelehnt. Bauminseln, Parkstreifen und Rampen sollen auch für ein niedriges Tempo sorgen.

Die Kosten von rund 250.000 Euro werden zu 75 Prozent die Anlieger tragen müssen, dazu kommen die individuellen Kosten für die Hausanschlüsse. Der Bau soll etwa vier Monate dauern. Mit den Anliegern wird die Stadt die Planung im Mai in einer weiteren Versammlung abstimmen. Der Umbau ist Teil einer Sanierung in dem ganzen Viertel. Gerade ist der Kornblumenweg an der Reihe, nach der Osterfeldstraße wird dann der Veilchenweg folgen.

Die Stadtverwaltung kündigte außerdem an, dass Ende des Monates die Fußwegsanierung am westlichen Teil der Hauptstraße zwischen Bundesstraße und Sternkreuzung beginnen wird. In dem Zug werden auch die beiden Bushaltestellen barrierefrei hergerichtet.

Von Sven Sokoll

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