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Bündnis will Diskussion über Demokratie

Wunstorf Bündnis will Diskussion über Demokratie

Wahlrecht für alle, Auf und Ab der Wirtschaft, kultureller Aufbruch: Die Zeit der Weimarer Republik hat auch in Wunstorf für erheblichen Wandel gesorgt. Ein breites Bündnis will das im Jahr Frühjahr 2019, 100 Jahre nach Gründung der ersten deutschen Demokratie, in einer großen Ausstellung dokumentieren.

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Mehrere Institutionen bereiten gemeinsam eine Ausstellung zur Zeit der Weimarer Republik in Wunstorf vor.

Quelle: Sven Sokoll

Wunstorf. "Es war eine hochinteressante Zeit. Wir müssen aber auch versuchen zu klären, warum die Demokratie schon nach 14 Jahren wieder endete", sagt Stadtarchivar Klaus Fesche, der durchaus Parallelen zur heutigen Zeit sieht. Denn Grundrechte und demokratische Teilhabe sind vielerorts wieder unter Beschuss geraten, wobei die Propaganda erneut eine Rolle spielt. "Wir wollen deshalb eine Diskussion darüber anregen, wie wertvoll die Demokratie eigentlich ist."

Einige der Partner hatten schon 2014 erfolgreich gemeinsam agiert, als eine Ausstellung zum Ersten Weltkrieg in Wunstorf auf starkes Interesse stieß. Die neue Schau wird seit Ende vergangenen Jahres vorbereitet und soll wieder in der Stadtkirche und dem Fischer- und Webermuseum in Steinhude zu sehen sein. Mit im Boot sind auch Heimatverein Wunstorf, Forum Stadtkirche, das Hölty-Gymnasium und der schaumburg-lippische Heimatverein in der Seeprovinz. Weitere Kooperationspartner sind aber willkommen - ebenso wie Sponsoren.

"Außerdem suchen wir natürlich händeringend mögliche Exponate", betont Fesche. Dabei geht es nicht nur um Politisches, sondern auch um Zeugnisse aus dem Alltag dieser Jahre. Medien und Mode veränderten sich gleichermaßen wie die Freizeitbeschäftigungen, bei denen der Sport immer wichtiger wurde. Wer etwas beizutragen hat, wendet sich an das Stadtarchiv oder das Steinhuder Museum.

Am Hölty-Gymnasium beschäftigt sich ab dem Sommer nicht nur eine Arbeitsgemeinschaft mit einzelnen historischen Fragestellungen, etwa mit den politischen Kampfbünden, die zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen beitrugen. Die Schule will sich auch künstlerisch und in Form einer Theater-Collage an dem Ausstellungsprogramm beteiligen.

Interessante Biografien sollen den Besuchern zudem einen Eindruck davon geben, was die Weimarer Zeit in Wunstorf ausmachte. Dazu können die prägenden Senatoren Meier und Kraft zählen, aber auch Figuren wie eine Lehrerin, die die erste weibliche Wahlvorsteherin wurde.

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