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Preisgünstiger Wohnraum braucht noch Zeit

Wunstorf Preisgünstiger Wohnraum braucht noch Zeit

Die Nachfrage nach Wohnraum in Wunstorf ist groß, dem tragen zahlreiche Neu- und Ausbauprojekte Rechnung. Wohnungssuchende mit kleinerem Geldbeutel werden sich aber noch gedulden müssen. Projekte sind zwar von politischer Seite geplant, wer sie umsetzt, steht aber noch in den Sternen.

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Quelle: fotolia rosifan19

Wunstorf. Nachfrage gibt es auch für Luxuswohnungen wie sie demnächst in der ehemaligen Mühle Langhorst oder am Alten Markt entstehen werden: Große Räume in Innenstadtnähe mit Balkonen und Dachterrassen sind gefragt, viele der projektierten Wohnungen schon reserviert.

Die Nachfrage nach günstigerem Wohnraum hingegen bediene man derzeit eher aus dem Bestand an gebrauchten Wohnungen, berichtet Michael Nahrstedt vom Vorstand des Bauvereins Wunstorf. Neubauprojekte hat auch der Bauverein im Portefeuille: An der Albrecht-Dürer-Straße nahe dem Barnemarkt sollen demnächst kleinere, barrierefreie Wohnungen entstehen.

"Doch auch da müssen wir mit einer Miete bei 8,50 Euro pro Quadratmeter rechnen", sagt Nahrstedt. Günstig, im Wunstorfer Rahmen, sind eher Preise zwischen 5 und 6 Euro oder darunter. In Hannover sei dafür kaum eine Wohnung zu haben, in Wunstorf schon noch. Allerdings kein Neubau: "Da beißen sich die Wunschmieten heute eben mit den Baukosten", sagt Nahrstedt. Die gestiegene Zahl der Vorschriften trieben die Preise ebenso hoch wie die gute Konjunktur bei den Baufirmen.

Auf Gelegenheit, preisgünstigen Wohnraum zu schaffen, hoffe man nun etwa im Bereich des Plantagenwegs oder auf dem alten Vion-Gelände in Bahnhofsnähe, sagt Ortsbürgermeister Thomas Silbermann. Die Investoren stünden allerdings für derartige Projekte nicht gerade Schlange: "Ich hoffe, es gibt mal wieder ein neues Förderprogramm vom Bund - von den bisherigen haben wir zuletzt nicht so viel profitiert", sagt der Sozialdemokrat.

Insgesamt hat die Stadt von ihrer ganz zurückhaltenden Baulandpolitik zuletzt Abstand genommen, auch in vielen der Dörfer denken die Ortsräte über neue Baugebiete nach. Vielleicht entsteht auf diese Weise das, was Genossenschaftsvorstand Nahrstedt als "Sicker-Effekt" bezeichnet: Wer in neuen Wohnraum zieht, gibt alten frei. So könnten die Preise für gebrauchte Immobilien mit dem Bau neuer letztlich sinken.

Von Kathrin Götze

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