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Nordumgehung: Weiteres Gutachten in Arbeit

Wunstorf Nordumgehung: Weiteres Gutachten in Arbeit

Änderungen in der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie haben den Zeitplan der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr für die Nordumgehung Wunstorf noch einmal über den Haufen geworfen: Im sonst weitgehend abgeschlossenen Planfeststellungsverfahren musste nun noch mal ein Gutachten erstellt werden.

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Die Nordumgehung soll eine Entlastung der Wunstorfer Innenstadt von Verkehr mit sich bringen.

Quelle: Jörg Rocktäschel

Wunstorf. Es betrifft die Wassereinleitungen, die entlang des Neubaus in die Leine und die Westaue geplant sind - sie wurden alle noch einmal von Spezialisten überprüft. "Zu Änderungen an der Planung hat das bisher noch nicht geführt", sagt Heike Stephan von der Landesbehörde, die bei der Abstimmung des Gutachtens aber noch auf Rückmeldungen anderer beteiligter Stellen wartet.

Wahrscheinlich im Oktober wird das Gutachten dann auch noch mal in Wunstorf öffentlich ausgelegt. "Und dann müssen wir abwarten, welche Stellungnahmen von den Bürgern kommen." Wenn keine größeren Probleme mehr auftreten, hält die Behörde einen Planfeststellungsbeschluss noch in diesem Jahr für möglich.

Damit könnte das Planverfahren nach sieben Jahren zu einem Ende gebracht werden, und Wunstorf wäre damit einen wichtigen Schritt weiter, was die Entlastung der Innenstadt angeht. Ebenso wichtig ist, dass das Projekt bei der Neufassung des Bundesverkehrswegeplans seine hohe Priorität behalten soll und auch im Bundeshaushalt abgesichert ist.

Abzuwarten bleibt allerdings, wie das erwartete Gerichtsverfahren ausgeht. Der Landesstraßenbaubehörde war wichtig, angesichts der drohenden Klagen keine Angriffsflächen mit möglichen Verfahrensfehlern zu bieten. So hat sie lieber noch eine weitere Verzögerung durch das neuerliche Gutachten in Kauf genommen. Auch in anderen Planverfahren hat die geänderte Rechtsgrundlage zu Aktivitäten der Behörden geführt.

Die Nordumgehung im Zug der Bundesstraße 441 wird rund 6,5 Kilometer lang. Sie beginnt in der Luther Kurve, verläuft dann zwischen der Kernstadt und Klein Heidorn und kommt westlich von Wunstorf wieder auf den bisherigen Verlauf. Insgesamt sind acht Brücken- oder Trogbauwerke im Verlauf der Strecke geplant. Die Kosten werden auf rund 32 Millionen Euro geschätzt.

Von Sven Sokoll

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