Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / 0 ° Schneeregen

Navigation:
Rekal-Betrieb soll eigenständig laufen

Wunstorf Rekal-Betrieb soll eigenständig laufen

Der K+S-Konzern bereitet sich darauf vor, im Werk Sigmundshall die Rekal-Anlage auch nach dem Ende des Kalibergbaus weiter in Bokeloh zu betreiben. Dazu läuft jetzt ein Planfeststellungsverfahren an, zunächst mit einer Antragskonferenz am 11. Mai.

Voriger Artikel
Befragung zu Verkehr bei Markt geplant
Nächster Artikel
Betrüger geben sich als Polizisten aus

Der K+S-Konzern bereitet sich auf das Ende des Kalibergbaus in Bokeloh vor.

Quelle: Rocktäschel

Bokeloh. Dazu hat das federführende Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie Umweltverbände und andere Institutionen eingeladen, um vor allem die Fragestellungen und Methoden der notwendigen Umweltverträglichkeitsprüfung abzustimmen. Anschließend will der Konzern die Antragsunterlagen auf Basis der Verabredungen weiter entwickeln, um sie bei der Behörde einreichen zu können. In dem Verwaltungsverfahren wird dann auch die Öffentlichkeit zu beteiligen sein.

Der Kali-Abbau im Werk Sigmundshall wird in den nächsten Jahren wegen endender Rohstoffe im Boden nicht mehr möglich sein. Auch wenn die Rekal-Anlage dann ein eigenständiger Betrieb wird, soll sich an ihren Prozessen und der Kapazität nichts wesentlich ändern. Aktuell sind in ihr 33 Mitarbeiter beschäftigt, während Sigmundshall insgesamt über 780 Beschäftigte verfügt.

Seit 1995 werden in der Rekal-Anlage Salzschlacken aus der Aluminiumindustrie aufbereitet, derzeit 120.000 Tonnen im Jahr. Dabei entstehen 8500 Tonnen Aluminiumgranulat und Metallschrott, aber auch 15.000 Tonnen Kaliumchlorid, das zum Verkauf weiter verarbeitet wird. Gewonnenes Ammoniumsulfat, das sind etwa 5500 Tonnen, wird wieder als Düngemittel eingesetzt.

Was dann in dem Rekal-Prozess noch übrig bleibt, wird mit zur Haldenabdeckung als Basis der anschließenden Begrünung eingesetzt. Das Substrat, das dafür unter anderem aus den Rekal-Resten angemischt wird, umfasst jährlich ein Volumen von 160.000 Tonnen.

Von Sven Sokoll

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6xeuwxb1n0k31jodif3
Von der Familienkutsche bis zum PS-Boliden

Fotostrecke Wunstorf: Von der Familienkutsche bis zum PS-Boliden