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Polizei wehrt sich gegen Wohnwelt-Kritik

Wunstorf Polizei wehrt sich gegen Wohnwelt-Kritik

Die Mitglieder des Kultur- und Kommunikationszentrums Wohnwelt übten in einer PRessemitteilung harsche Kritik an der Wunstorfer Polizei. Dessen Kommissariatsleiter Dirk Hallmann wehrt sich nun gegen die Vorwürfe, die im Kontekt einer Demonstration erhoben wurden.

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Nach der Demo wählt die Wohnwelt aggressive Worte.

Quelle: Sabrina Howe (Archiv)

Wunstorf. „Es gibt überhaupt keinen Grund, so loszupoltern“ - mit diesen Worten hat der neue Leiter des Polizeikommissariates, Dirk Hallmann, auf eine Pressemitteilung des Vereins Lebenstraum reagiert. Der Verein, Träger des Kultur- und Kommunikationszentrums Wohnwelt, hat nach der jüngsten Wohnwelt-Demo heftige Kritik an der Polizei geübt. Angemeldet war die Demo zu der Forderung der Wohnweltler, die obere Etage des Hauses am ZOB wieder zur Verfügung zu bekommen.

Entrüstet waren die Wohnweltler, so schreibt der Vereinsvorstand, über „die Drohung des Einsatzleiters der Polizei, unsere Versammlung aufzulösen, würden wir den Redebeitrag über Flüchtlingspolitik nicht unterbrechen“.

Die Demonstranten haben doch über Flüchtlingspolitik reden dürfen, sagt Hallmann. Die Polizei habe die spontane Erweiterung des Veranstaltungsmottos geduldet. Erschreckend und unverschämt finden Hallmann und seine Mitarbeiter aber folgende Passage aus der Wohnwelt-Mitteillung: „Die Polizei ist nicht nur struktureller Bestandteil von Inhaftierungen und Abschiebungen von Menschen, deren einziges ,Verbrechen’ die Flucht ist. Sie fällt auch immer wieder durch rassistisch motivierte Kontrollen, Gewalt und Mord auf.“ Mit Rassismus habe die Wunstorfer Polizei nun absolut nichts zu tun, stellt ihr Leiter unmissverständlich klar. Großzügig sei die Polizei auch in einem anderen von der Wohnwelt kritisierten Punkt gewesen. Dabei ging es um einen Lautsprecherwagen. Der war nicht angemeldet.

Üblicherweise darf ein solches Demo-Hilfsmittel genutzt werden, wenn mindestens 50 Menschen demonstrieren. Die Zahl wurde knapp übertroffen, deswegen durfte Lebenstraum den Wagen auch ohne formelle Anmeldung nutzen, sagte Hallmann gestern auf Nachfrage.

Was die eigentliche Demo-Forderung nach kompletter Nutzung des Obergeschoss angeht, besteht in den politischen Gremien derzeit kein Handlungsbedarf.

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Von Redakteur Albert Tugendheim

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