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Projekt soll Eltern bei Sprachförderung helfen

Wunstorf Projekt soll Eltern bei Sprachförderung helfen

Der Rucksack ist gepackt, es kann losgehen: Der Stiftskindergarten ist seit Mittwoch Projekt-Kita der Region Hannover. Deren Elternbildungs- und Sprachförderprogramm startet nun auch in Wunstorf.

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Im Stiftskindergarten wird Sprachförderung großgeschrieben. Erzieher,
Eltern und Elternbetreuer ziehen an einem Strang.

Quelle: Lange-Schönhoff

Wunstorf. Mithilfe des Programms soll bei Kindern aus Einwandererfamilien die Zweisprachigkeit gefördert werden. Das geschieht spielerisch und mit Einbeziehung der Eltern in der Kita und auch zu Hause.

„Unsere Kindertagesstätte besuchen Kinder von Familien unterschiedlicher Nationen und Lebenssituationen. Über diese Vielfalt freuen wir uns. Alle profitieren davon. Wir wollen mit den Eltern intensiver ins Gespräch kommen und die Kinder in ihrer Muttersprache fördern. Gleichzeitig ist es wichtig, die deutsche Sprachentwicklung zu fördern“, begründet Kita-Leiterin Sylvia Löhmer-Lenz die Teilnahme am Rucksack-Projekt. Die Eltern sollten sich täglich Zeit für ihre Kinder nehmen, um Wissen und Sprachkompetenz zu fördern, wünscht sie sich. Die Projektthemen werden, zur Vertiefung des Wortschatzes, parallel im Kindergarten auf Deutsch durchgenommen.

Damit sich die Familien nicht überfordert fühlen, stehen ihnen drei „Elternbegleiterinnen“ zur Seite. Ausgebildet werden Serife Kurtaran, Nesrin Ziebo und Katja El Bacha von Projektkoordinatorin Karin Beplat (Region Hannover). Einmal in der Woche erläutern die Elternbegleiterinnen den teilnehmenden Eltern in deren Muttersprache die Arbeitsmaterialien, unter anderem Spiele und Bastelideen. Außerdem geben sie ihnen Anregungen, wie sie sich themenbezogen mit ihren Kindern beschäftigen können.

„Ich finde es gut, wenn Eltern ihre Kinder in der eigenen Sprache fördern können“, sagt Serife Kurtaran. Nesrin Ziebo, selbst zweifache Mutter, wisse, wie schwer es sei, Kinder richtig zu fördern. Das Projekt sei ein guter Ansatz, Kinder zu integrieren, ist sie überzeugt.

Begleitet werden die Stiftskindergarten-Kinder von der Sprachförderkraft Ute Kopper. „Ohne sie wäre die Durchführung des Rucksack-Programms für Kinder mit Migrationshintergrund bei uns nicht möglich“, betonte Löhmer-Lenz.

Von Christiane Lange-Schönhoff

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