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Quappe soll Gundel vertreiben

Poggenhagen Quappe soll Gundel vertreiben

Ein Raubfisch als Lebensretter: Ende des Jahres soll die Quappe die heimischen Gewässer zurückerobern, um unerwünschte Einwanderer zu verdrängen. Die Fische werden bei Göckemeyer in Poggenhagen gezüchtet.

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Angler mit geschlechtsreifer Quappe.

Quelle: Florian Möllers

Poggenhagen. „Wir hoffen, dass wir im Herbst die ersten 1000 Jung-Quappen aussetzen können“, sagt Thomas Klefoth, Biologe beim Landessportfischerverband. Dann soll der nachtaktive Raubfisch in Leine und Mittellandkanal sein neues Jagdrevier finden und die dort eingewanderte Schwarzmund-Grundel in Schach halten. „Wir wollen mit der gezielten Ansiedlung das Nahrungsnetz wieder ins Gleichgewicht bringen“, sagt Klefoth.

Gelingt der Plan, könnte die Quappe für viele heimische Fischarten zum (Über-)Lebensretter werden. Da die aus Südosteuropa eingeschleppte Grundel vor allem Fischbrut frisst und sich rasant vermehrt, hat sie die Bestände anderer Arten innerhalb kurzer Zeit stark dezimiert, wie Holger Machula, der Vorsitzende des Neustädter Angelvereins, berichtet.

Machulla ist zuversichtlich, dass das vom Verein unterstützte Projekt des Landessportfischerverbandes Erfolg hat. „Die Quappe ist hier heimisch. Jetzt müssen die jungen Setzlinge nur noch stark genug werden“, sagt er.

Biologe Klefoth verweist auf eine Statistik aus Kanada, wo die gezielte Wiederansiedlung von Quappen die Bestände eingewanderter Fischarten um bis zu 60 Prozent reduziert habe. „Der natürliche Feind ist der beste und umweltfreundlichste Feind“, sagt er.

Von Benjamin Gleue

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