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Region saniert die Asbesthalde

Luthe Region saniert die Asbesthalde

Die Region will Ende Januar die umstrittene Sanierung der Asbesthalde an der Adolf-Oesterheld-Straße angehen. Darüber informieren die Beteiligten aus Verwaltung und Fachfirmen die Bürger in einer Versammlung. Sie beginnt am Donnerstag, 14. Januar, um 18.30 Uhr im Luther Schützenhaus, Bürgermeister-Ohlendorf-Weg 11.

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Die Asbesthalde an der Adolf-Oesterheld-Straße soll in den nächsten Monaten abgedichtet werden.

Quelle: Mirko Bartels

Wunstorf. Die Halde ist eine Hinterlassenschaft der Fulgurit-Werke, die jahrzehntelang das krebserregende Asbest in großen Mengen verarbeitet hatten. Erst 1993 ist Asbest in Deutschland verboten worden. Bis 1990 hatte Fulgurit zwar auf asbestfreie Produkte umgestellt, musste allerdings seine Belegschaft in dem Zuge kräftig reduzieren. Eine Krise in der Baukonjunktur kam dann noch hinzu, sodass die Produktion 1994 komplett eingestellt wurde. Verwaltung und Vertrieb blieben. 2000 wurde Fulgurit vom Konkurrenten Eternit übernommen, 2003 war am Standort Luthe endgültig Schluss.

Auf der Halde liegen rund 160.000 Kubikmeter Material, überwiegend Asbestzementschlamm. Abgedeckt wurde sie bisher nur provisorisch. Der erste Plan, den Asbestschlamm auf eine Deponie zu bringen, scheiterte an unterschiedlichen Widerständen. Daraufhin entschied die Regionsversammlung 2014 mit der rot-grünen Mehrheit, die Halde vor Ort abzudichten. Die CDU trug das nicht mit, weil sie die Abdichtung nicht für ausreichend hielt. Die Region will 2,9 Millionen Euro dafür ausgeben, von denen das Land 55 Prozent übernimmt.

Zunächst will die Region nun ab Ende Januar den Bewuchs auf der Halde entfernen lassen. Insgesamt sollen die Arbeiten bis Ende 2016 dauern. Mit welchen Mitteln sie dabei auch die Bürger vor gesundheitlichen Belastungen schützen wollen, werden die Experten in der Versammlung am 14. Januar ebenfalls vorstellen.

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