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Region verteidigt Schutzgebiet

Wunstorf/Neustadt Region verteidigt Schutzgebiet

Nach der Kritik der vergangenen Tage hat die Regionsverwaltung ihren letzten Entwurf für das Naturschutzgebiet Totes Moor am Dienstag verteidigt. Der Umweltaussschuss der Region wird erst nach einer zweiten Beratung am 18. Februar abschließend darüber befinden, ehe dann am 1. März die Regionsversammlung beschließt.

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Das Tote Moor.

Quelle: Susanne Döpke (Archiv)

Wunstorf. Am Dienstag zeichnete sich aber zumindest ab, dass die rot-grüne Mehrheit den Entwurf wohl mittragen wird.

Kritik kam von der CDU: Christoph-Justus Loskant sah in den Regelungen erhebliches Konfliktpotenzial, er befürchtet eine Klagewelle dagegen. Dazu sagte aber der Umweltdezernent der Region, Axel Priebs: „Wir legen den Entwurf so vor, weil wir davon überzeugt sind, dass er Klagen standhält.“ Er verwies auf den langen Abstimmungsprozess, die vielen Gespräche, in denen auch Kompromisse erzielt worden sind - etwa zu der Abgrenzung auf dem Wasser, aber auch in den Absprachen mit den Landwirten. Natürlich gebe es Spannungsfelder, in denen man es nicht jedem recht machen könne. „Aber wenn man dazwischen steht, muss man eine klare Furche ziehen.“

Der Großenheidorner Manfred Wenzel und der Helstorfer Werner Rump (beide CDU) kritisierten, dass die Regionsverwaltung die Einwände fast alle abgelehnt habe, auch die von den Kommunen. „Neustadt und Wunstorf sollten deshalb noch einmal die Chance bekommen, zu diesem letzten Stand Position zu beziehen“, sagte Wenzel.

Das bezeichnete der Grüne Ulrich Schmersow aber als Verzögerungstaktik - denn er hält den Entwurf für beschlussreif: „Es sind Kompromisse geschaffen worden, und jetzt ist es eine gute Verordnung geworden.“ Er lobte die Sachlichkeit, mit der die Verwaltung mit mancher Polemik gegen das Naturschutzgebiet umgegangen sei.

Priebs verteidigte auch, in welcher Form zusätzliche Flächen für eine Poldererweiterung in Großenheidorn ausgewiesen worden sind. Vor Ort habe das Angebot direkt neben der Bebauung für Schmunzeln gesorgt, hatte Wenzel ihm berichtet, bessere Flächen hätte es nach Einschätzung des CDU-Politikers dort genug gegeben. „Die Problematik der dauerhaften Entschlammung des Steinhuder Meeres wird sich an der Stelle ohnehin nicht lösen lassen“, sagte Priebs aber.

Halde: Bürger-Info wird gelobt

Auch die Sanierung der Luther Asbesthalde ist Thema im Umweltausschuss der Region gewesen. Für die Politiker galt es vor allem, Dank loszuwerden. „Die Veranstaltung war sehr gelungen, auch wenn der Saal zu klein war“, sagte die Luther Regionsabgeordnete Anke Drude (SPD). Der Rest des Ausschusses schloss sich an. Verwaltung und Fachbüros hatten rund 150 Bürger am Donnerstag im Luther Schützenhaus über den Verlauf der Abdeckung informiert. In dieser Woche wird die Baustelle eingerichtet. Der Bokeloher Johannes Schmunkamp, beratendes Ausschussmitglied, zweifelte am Dienstag die Berechnungen zu den Hochwasserständen an, die Grundlage der Sanierungsplanung sind. Wenn das Wasser höher stehe als angenommen, könnte es auch künftig Schwierigkeiten mit der Arsenbelastung geben. Er will sich mit den Fachleuten noch einmal zusammensetzen.

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