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Kirchenrenovierung wird deutlich teurer

Wunstorf Kirchenrenovierung wird deutlich teurer

Die Sanierungsarbeiten an der Kolenfelder Kirche haben einen größeren Umfang angenommen als zunächst geplant. Unter anderem musste auf der Seite zum Friedhof hin ein rund neun Meter langer Balken und das umgebende Holz am Übergang zum Dach wegen starken Pilz- und Schädlingsbefalls erneuert werden.

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Jan-Thomas Korb verspachtelt die Deckenplatten in der Kolenfelder Kirche.

Quelle: Sven Sokoll

Kolenfeld. "Vor allem deshalb haben wir mittlerweile Mehrkosten von rund 80.000 Euro", sagte Werner Seppelt vom Kirchenvorstand. Zur Beseitigung von Pilzbefall rechnet die Gemeinde mit zusätzlichen Zuschüssen, doch eine Lücke, die etwa mit Spenden noch zu schließen ist, bleibt noch. Anfangs war die Gemeinde von 200.000 Euro Kosten ausgegangen, zu denen der Kirchenkreis 80.000 Euro beisteuern sollte.

Zumindest konnten die Handwerker die länger notwendige Öffnung des Dachs so handhaben, dass bei Regen innen keine Wasserschäden entstanden sind. Auch ein nicht mehr benötigter Schornstein wurde beseitigt. Mittlerweile sind die Dacharbeiten abgeschlossen, das Gerüst außen kann abgebaut werden. Die neuen Dachziegel, die benötigt wurden, sind aus optischen Gründen auf die Rückseite zum Friedhof hin installiert worden.

Der Zeitplan ist auch nicht wesentlich in Verzug geraten, so dass der Kirchenvorstand weiter damit rechnet, die Kirche in der Adventszeit wieder nutzen zu können. "Alle Handwerker waren aber auch immer sofort da, wenn man sie brauchte", lobt Seppelt, der sich bemüht hatte, mit einheimischen Firmen zusammenzuarbeiten.

Im Innenraum haben die Holzteile mittlerweile einen neuen Voranstrich bekommen, die Wände sind vor allem unten neu verputzt worden, ebenfalls wie ein kleinerer Bereich außen am Kirchturm. Wenn der Putz in rund zwei Wochen trocken ist, kann auch dort gestrichen werden. Unterdessen werden auch die angebrachten Gipsplatten unter der Decke verspachtelt, nachdem anfängliche Probleme mit der Aufhängung behoben wurden.

Ein neue entdeckter Bogen am Übergang zum Kirchturm wird zunächst wieder die alte Tür einrahmen. Eine neue Glastür zu installieren, würde zu hohe Folgekosten nach sich ziehen, weil dann aktuelle Sicherheitsauflagen eingehalten werden müssten.

Bei der teilweise erneuerten Verkabelung wurden auch Anschlüsse für mögliche Lüfter mit vorgesehen. Derzeit erfordert das Raumklima das zwar noch nicht, doch sie später bei Bedarf erst nachzurüsten, wäre dann zu aufwendig.

Einen Wunsch hegt die Gemeinde noch, der die gut 100 Jahre alte Kirchturmuhr betrifft. Bisher müssen die vier Gewichte einmal pro Woche mühsam per Hand nach oben gekurbelt werden. Dafür würde sich ein elektrischer Antrieb gut machen. Allerdings müsste die Gemeinde dafür weitere rund 18.000 Euro investieren.

Über den Stand der Sanierungsarbeiten können Interessierte sich auch bei einem Essen mit Zwiebelkuchen und Federweißem am Freitag, 29. September, ab 18 Uhr am Gemeindehaus, informieren. Seppelt will dabei auch Bilder zeigen, die während der Arbeiten entstanden sind - und hofft, dass sich dabei unter den Besuchern vielleicht weitere Spendenbereitschaft zeigt. Zumindest hat er auf seinem Handy schon Fotos, wie andernorts die Namen von Spendern an Gebäuden verewigt worden sind.

Schon beim Erntefest-Gottesdienst am Sonntag am Gemeindehaus war die Kollekte für die Kirchenrenovierung gesammelt worden.

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Fotostrecke Wunstorf: Kirchenrenovierung wird deutlich teurer

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