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Luther Sozialdemokraten besetzten beide Ämter

Wunstorf Luther Sozialdemokraten besetzten beide Ämter

Mit einer mehr als drei Stunden langen Sitzung ist der neu gewählte Ortsrat Luthe gleich wieder voll ins Geschäft eingestiegen. Der Sozialdemokrat Rolf Hoch wurde dabei einstimmig wieder zum Ortsbürgermeister gewählt. Doch auch eine Reihe wichtiger Sachthemen für den Ort stand auf der Tagesordnung.

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Der Ortsrat Luthe geht in eine neue Runde mit Heinz-Gerhard Kück (CDU, vorn von links), Ortsbürgermeister Rolf Hoch, Annegret Nase, Uwe-Karsten Bartling (alle SPD), Heinrich Heimberg (hinten von links), Andreas Lange (beide CDU), Uwe Riemenschneider (SPD), Wolfgang Schulz-Binz (Grüne) und Jörn Stahlhut-Borchers (SPD).

Quelle: Sven Sokoll

Luthe. Die fünf Sozialdemokraten bilden mit dem Grünen Wolfgang Schulz-Binz wieder eine Gruppe und stehen drei Christdemokraten gegenüber. Dass mit Uwe Riemenschneider ein weiterer Sozialdemokrat zu Hochs Stellvertreter gewählt werden sollte, unterstützte die CDU dann aber nicht: "Es ist bedauerlich, dass die SPD mit uns nicht darüber gesprochen hat", sagte Heinz-Gerhard Kück, zumal die Union Stimmenanteile gewonnen habe. Er führte zudem Äußerungen von Riemenschneider aus dem Wahlkampf als Grund an. Verabschiedet wurde der frühere Ortsbürgermeister Erich Harms (SPD), der sich mit der Kommunalwahl aus der Politik zurückgezogen hat.

Brückenbau: Vertreter der DB Netz AG berichteten über den beginnenden Brückenbau im Luther Forst, der bis Anfang 2018 dauern soll. Die Brücke muss  24 Meter tief gegründet werden, wobei die Bahn aber bohrt statt die Pfähle zu rammen. Projektleiterin Silvia Kotter bestätigte auch, dass zum Teil nachts und an Wochenende gearbeitet wird - "das wird aber nicht durchgängig so sein, sondern nur in Spitzenphasen", betonte sie. Weil die Bauarbeiter baulich geschützt werden, müssen sie auch nicht mit einem lauten Hupsignal vor nahendem Verkehr geschützt werden. Auf Kritik stieß, dass die Ausgleichsflächen für die Eingriffe in die Natur, darunter 22.000 Quadratmeter Wald, nicht im Stadtgebiet geschaffen werden. Der Bahn seien in der Nähe aber trotz mehrmaliger Nachfrage keine geeigneten Flächen angeboten werden. Die mehrmals verschobene Verlängerung der Linksabbiegerspur zum Luther Forst soll nun am 28. November beginnen und wird mit einer halbseitigen Sperrung der B 441 verbunden sein.

Gewerbegebiet Luther Forst West: Gegen den Widerstand der CDU hat der Ortsrat zugestimmt, den Abschnitt östlich der Adolf-Oesterheld-Straße entsprechend zu entwickeln. Ein großer Streitpunkt ist der Flächenverbrauch zu Lasten der Landwirtschaft, durch die Gewerbegrundstücke selbst, aber auch durch die notwendigen Ausgleichsflächen. Weil die immer schwerer zu finden seien, musste die Verwaltung jetzt stark stückeln. "Für den Ausgleich werden in der Zukunft intelligentere Lösungen gebraucht", sagte Stadtplaner Peter Pfadenhauer. Während die CDU von Logistikbetrieben viel Verkehr und relativ wenig Steuereinnahmen erwartet, sieht die SPD schon den Bedarf, Gewerbeflächen anzubieten und so neue Arbeitsplätze zu ermöglichen.

Baugebiete: Die gemachten Vorschläge der SPD für neue Baugebiete am nordwestlichen und östlichen Ortsrand finden auch die Unterstützung der CDU, die aber auch noch Alternativen ins Spiel bringt - etwa die freien Bereiche an den Straßen Am Lehmstich, Bürgermeister-Ohlendorf-Weg und Die Rehre. Auch einen Neubau für die Feuerwehr stößt auf Zustimmung, allerdings seien auch andere Standorte als hinter dem Aldi-Markt denkbar. Alle Vorschläge sollen nun ergebnisoffen geprüft werden. Der Grüne Schulz-Binz hatte allerdings dafür plädiert, in den bestehenden Siedlungsflächen nach Wohnbaumöglichkeiten zu suchen.

Von Sven Sokoll

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