Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 1 ° wolkig

Navigation:
Rund ums Rathaus ist das Surfen kostenlos

Wunstorf Rund ums Rathaus ist das Surfen kostenlos

Kostenloses W-Lan in der Innenstadt: Der Anfang ist gemacht. Rund um das Rathaus, bis zu Abtei und Eiscafé, können Besucher jetzt kostenlos mit ihren Mobilgeräten das Internet nutzen. Der Zugang passiert über einen Router im Rathaus, der an das so genannte Freifunk-Netz angeschlossen ist.

Voriger Artikel
Olaf Lies trägt sich ins Goldene Buch ein
Nächster Artikel
Frühling zieht in die Dorfmanufaktur ein

Das Freifunknetz an der Stadtkirche funktioniert: Uwe Schwamm (von links), Rolf-Axel Eberhardt, Christiane Schweer, Lukas Löw und Kirsten Riedel können es bezeugen

Quelle: Kathrin Götze

Wunstorf. Bereits seit zwei Jahren beschäftigt sich die Stadt mit dem Thema, erste Initiativen scheiterten zunächst an der damals noch gültigen Störerhaftung, nach der der jeweilige Anbieter sich verantworten muss, wenn sein öffentlicher Internetzugang für widerrechtliche Zwecke genutzt wird, etwa für illegale Downloads oder Ähnliches.

Nachdem die Bundesregierung diese Regelung liberalisiert hat, begann die Planung neu. Nun hoffe man, dass sich Geschäftsleute anschließen und das Freifunk-Netz weiter knüpfen, sagt Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt.

Beim Aufbau der Verbindung hat der junge Fachinformatiker Lukas Löw aus Steinhude die Mitarbeiter des Fachdiensts EDV und der Wirtschaftsförderung unterstützt. Er kümmert sich im Namen der dezentrale Initiative Freifunk um die nähere Region, hat auch schon geholfen, das Netz im Steinhuder Scheunenviertel und in der Neustädter Innenstadt aufzubauen.

Das Prinzip beim Freifunk: Jeder kann mitmachen, braucht dafür nur einen Router. "Internetzugang wäre gut, ist aber nicht nötig, wenn ein Freifunk-Router in der Nähe steht", heißt es bei Freifunk. Die Geräte vernetzen sich automatisch, wenn sie für den Freifunk eingestellt (konfiguriert) werden. Ein Router sei schon für 15 bis 25 Euro zu haben, hinzu kämen rund 4 Euro Stromkosten im Jahr.

Die Initiative basiert auf der idealistischen und nicht kommerziellen Idee, freie Kommunikation in den digitalen Datennetzen anzubieten. In der Region am Steinhuder Meer ist sie noch relativ neu, in Hannover ist das Netz bereits deutlich dichter. Auch das Flüchtlingswohnheim Luther Weg hat Freifunk, wie Löw berichtet. Informationen zu dem regionalen Netzwerk finden sich im Internet unter www.ff-steinhude.de

Von Kathrin Götze

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6xeuwxb1n0k31jodif3
Von der Familienkutsche bis zum PS-Boliden

Fotostrecke Wunstorf: Von der Familienkutsche bis zum PS-Boliden