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Das ganz Dorf ist Chor-Gastgeber

Wunstorf Das ganz Dorf ist Chor-Gastgeber

Zum zweiten Mal kommt in der nächsten Woche der Slavinski-Chor aus dem russischen Kaluga bei einer Konzertreise auch nach Kolenfeld. Rund 30 Familien helfen dort mit, den Sängern eine Unterkunft zu geben und Konzerte zu organisieren. "Die Musik verbindet", sagt Initiatorin Ulrike Wecken-Gaschler.

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Der Slavinski-Chor tritt wieder in Kolenfeld auf.

Quelle: privat

Kolenfeld/Bordenau. Das hat so weit geführt, dass nach dem Besuch vom vergangenen Jahr auch eine Delegation von zehn Deutschen sich im Juni dieses Jahres auf die Reise nach Kaluga gemacht hat. "Das war ein unheimlich anrührendes Erlebnis", sagt Wecken-Gaschler. Nach drei Tagen in der Heimat des Slavinski-Chors mit tiefen Einblicken in den russischen Alltag, bis hin zu einer Fahrt zu einer Datscha,  folgten noch zwei Tage in der Hauptstadt Moskau.

Der Chor um Valeriy Slavinski bereist seit mehr als 20 Jahren Westeuropa und hat in seinem Repertoire kirchenslavische Lieder, Volkslieder und auch Werke europäischer Musiker. Wecken-Gaschler hatte ihn durch private Reisen nach Russland kennengelernt. Dieses Mal reist auch das Jugendensemble Okolitsa aus der Nähe von Kaluga mit. Die zwölf- bis 15-jährigen Mädchen treten in landestypischen Trachten auf und singen ebenfalls Volkslieder.

Große Freude herrscht bei den Russen nach wie vor über die zahlreichen Instrumentenspenden aus dem vergangen Jahr. Ein Aufruf in der Leine-Zeitung hatte einen enormen Erfolg gehabt. Der Chorleiter hat die Instrumente selbst überholt und zum Beispiel an Schulensembles weitergegeben. Ein Jugendlicher aus einer kinderreichen Familie konnte dank der Gabe eine Akkordeon-Ausbildung beginnen. "Sinnvoll und nachhaltig sollten die Spenden verteilt werden", sagte Slavinski. Instrumente sind nach wie vor willkommen, eine große Aktion wie im vergangenen Jahr ist aber nicht geplant.

Bei dem Besuch der russischen Sänger arbeitet die Initiative, das ist in diesem Jahr in erster Linie Wecken-Gaschlers Schwiegertochter Anastasija Gaschler als Hauptorganisatorin, mit der Kirchengemeinde Kolenfeld und dem Bordenauer Chor Nameless Voices zusammen.

Der Slavinski-Chor singt am Donnerstag, 22. September, ab 19 Uhr in der evangelischen Kirche in Kolenfeld, Kirchdamm 12, sowie am Sonntag, 25. September, ab 17 Uhr in der St.-Thomas-Kirche in Bordenau, Am Kampe 3. In Kolenfeld unterstützt ihn das Jugendensemble Okolitsa, in Bordenau die heimischen Nameless Voices, die ihren Schwerpunkt beim Gospel haben. Drei weitere Konzerte sind in Hannover und Bockenem am Harz geplant. Der Eintritt ist jeweils frei, doch Spenden sind sehr willkommen.

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Von Sven Sokoll

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