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SEK-Razzia bei "Reichsbürger" in Wunstorf

Wunstorf SEK-Razzia bei "Reichsbürger" in Wunstorf

Bei einer bundesweiten Durchsuchungsaktion gegen sogenannte "Reichsbürger" hat die Polizei am Mittwoch auch ein Objekt in Wunstorf aufgesucht. Nähere Angaben dazu machte das federführende Polizeipräsidium Schwaben Nord am Abend noch nicht. Insgesamt wurden 14 Objekte angesteuert.

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Die Polizei hat in Wunstorf ein Reichsbürger-Objekt durchsucht.

Quelle: Symbolbild

Wunstorf. Unter Federführung der Staatsanwaltschaft Augsburg sind am Mittwoch 14 Wohnungen und Geschäftsräume durchsucht worden - darunter ein Objekt in Wunstorf. Die Polizei nahm bundesweit und in Rumänien drei Personen fest und beschlagnahmte unter anderem ein Gewehr samt Munition. Insgesamt wird gegen fünf Menschen ermittelt.

Nach Angaben des Polizeipräsidiums Schwaben Nord sehen sich alle Beteiligten als Angehörige des sogenannten 2. Deutschen Reiches an "und sind der Reichsbürger-Bewegung zuzuordnen".

Die Männer sind zwischen 48 und 69 Jahre alt. In Amtshilfe führte die Niedersächsische Polizei eine Razzia in Wunstorf durch. Bei zwei der Verdächtigen bestand die Gefahr, dass sie bewaffnet waren - deshalb übernahmen Spezialkräfte den Zugriff.

Ob aus diesem Grund das SEK in Wunstorf zuschlug, beantworten sowohl die hiesigen als auch die bayrischen Behörden zurzeit nicht. Ein weiterer Einsatz von Spezialkräften erfolgte in München. Weitere Durchsuchungen gab es in Baden-Württemberg, Hamburg, Schleswig-Holstein und Rumänien.

"Reichsbürger" im Visier der Ermittler

Die Verdächtigen sollen für eine größere Personengruppe falsche Urkunden in Form von Reichskarten, Reichsführerscheinen und Diplomatenpässen des "Deutschen Reiches" hergestellt und vertrieben haben. Darüber hinaus sollen die fünf Festgenommenen diverse Personen mit sogenannten Grundstückssicherungen betrogen haben.

"So spiegelten sie einer Vielzahl von Immobilieneigentümern vor, dass gemäß des Alliiertengesetzes kein Bundesbürger Eigentum an Immobilien erwerben könne, was aber durch eine Eintragung bei der russischen Militärregierung beziehungsweise bei den Alliierten schon möglich sei", heißt es in der gemeinsamen Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft. Für diese Vorgänge hätten die Männer "erhebliche Gebühren" verlangt.

Nach Polizeiangaben seien zahlreiche Beweise sichergestellt worden, "die den Tatvorwurf erhärten dürften". Gleichzeitig fanden die Ermittler mehrere erlaubnisfreie, aber auch erlaubnispflichtige Waffen - wie etwa ein "Winchester"-Gewehr samt passender Munition.

sok/pah

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