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Ampelkoalition ist im Rat auf dem Weg

Wunstorf Ampelkoalition ist im Rat auf dem Weg

An den Details wird noch gefeilt, doch SPD, Grüne und FDP sind sich weitgehend einig, im Rat künftig eine gemeinsame Gruppe zu bilden. Damit kämen sie auf 22 Sitze und würden die Mehrheit stellen. Die bisherige rot-grüne Gruppe war nach der Wahl auf einen weiteren Partner angewiesen.

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SPD, Grüne und FDP wollen im Wunstorfer Rat zusammenarbeiten.

Quelle: Stefan Röhrkasten

Wunstorf. Vor der Zusammenarbeit mit den Grünen hatte die SPD schon zehn Jahre mit der FDP koaliert, so dass man sich kennt. "Und auf das gegenseitige Vertrauen kommt es ja auch auch an", sagt die SPD-Fraktionsvorsitzende Kirsten Riedel. Sie findet außerdem gut, dass im Rat somit weiterhin ein Gegengewicht zum CDU-Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt besteht: "So müssen alle Seiten immer sehr kompromissbereit sein."

Inhaltlich liegen die Vereinbarungen weitgehend auf dem Kurs des SPD-Wahlprogramms, sagt Riedel. Der wiedergewählte Grünen-Fraktionsvorsitzende Bernd Reinhold betont aber: "Alle Partner finden sich in dem Papier wieder." Größere Differenzen gibt es bei der Wohnbauentwicklung, auch bei den Zukunftsperspektiven für das Areal mit Freibad und Jahnplatz in der Kernstadt. Doch dazu wird es wohl Kompromisse geben.

Die Rolle der FDP sieht Fraktionschef Kurt Rehkopf nicht als reiner Mehrheitsbeschaffer, weshalb er für Wunstorf auch ein anderes Modell favorisiert hat als in Stadt und Region Hannover. "Wir wollen uns der Verantwortung nicht entziehen und sehen die Chance, unsere Argumente zu Sachthemen mit einer Mehrheit im Rücken durchzubringen." Wenn die Gremien die Vereinbarung abgesegnet haben, wollen die Partner die Details voraussichtlich in der letzten Oktoberwoche der Öffentlichkeit vorstellen.

In den Ortsräten wird sich die Zusammenarbeit nicht automatisch fortsetzen, die Akteure haben prinzipiell freie Hand. Für die Kernstadt haben die Gespräche erst begonnen, auch in Steinhude ist die Situation noch schwierig. Wo die Grünen das Zünglein an der Waage sind, unterstützen sie in Großenheidorn wohl SPD-Mann Martin Ehlerding, in Blumenau geht die Tendenz aber zu CDU-Bewerberin Dagmar von Hörsten. In Luthe werden die Grünen sich der SPD anschließen, die aber ohnehin schon die Mehrheit hat.

Mit der CDU-Fraktionsvorsitzenden Christiane Schweer wollte Riedel am Dienstagabend noch ein Gespräch führen. Ein Thema sind dabei verschiedene Posten, die der Rat bei seinem Amtsantritt besetzen muss. Dazu zählen auch die stellvertretenden Bürgermeister.

Von Sven Sokoll

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