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Basis für Bad-Votum wird schnell vorbereitet

Wunstorf Basis für Bad-Votum wird schnell vorbereitet

Alle Fakten kommen für eine Sanierungsplanung schnell auf den Tisch: Das hat die Aufsichtsratsvorsitzende der Bäderbetriebe, Kirsten Riedel, am Dienstag bei einem Besuch ihrer SPD-Ratsfraktion und weiterer Parteimitglieder vor allem aus Bokeloh im derzeit undichten Freibad des Ortes angekündigt.

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Die SPD-Ratsfraktion besucht das geschlossene Freibad Bokeloh.

Quelle: Sven Sokoll

Wunstorf. Der Kioskbetreiber verteilte zu Beginn Eis von seinen Vorräten, die er im Moment nicht verkaufen kann - auch die Angestellten der Bäderbetriebe leiden natürlich unter der Situation und mussten vorerst Urlaub nehmen. Und die Besucher müssen darauf verzichten, sich im Freibad zu erfrischen: Unter normalen Umständen wären am Dienstag wohl bis zu 1600 von ihnen dort gewesen. Doch nun zog nur eine Ente einsam ihre Kreise auf grünlichem Wasser.

"Das Unternehmen Purena hat den vorrangigen Auftrag, uns zu zeigen, wie wir das Bad weiter betreiben können", sagte Bäderbetriebe-Geschäftsführer Andreas Saars vor den Besuchern. Dazu gehören kurzfristige Schritte ebenso wie langfristige Perspektiven. Einige Ansätzen wurden am Dienstag aber schon diskutiert. Eine Inliner-Reparatur der Rohre unter dem Becken ist nach den bisherigen Erkenntnissen kaum machbar, weil die Öffnungen zu klein und die Rohre zu verwinkelt sind. So müsste immer auch der Beckenboden geöffnet werden. Außerdem ist auch nicht sicher, ob nicht vielleicht auch der Boden selbst Undichtigkeiten aufweist. Eine Idee könnte deshalb sein, neue Rohre auf den Beckenboden zu legen und darüber eine komplett neue Auskleidung zu installieren. Doch bisher ist noch alles offen.

Das Kaliwerk hat angeboten, das warme Wasser so lange zu liefern, wie die Rekalanlage nach dem Ende des Bergbaus weiter in Betrieb ist - das wird derzeit mit 2035 angegeben. Für die Zeit, in der das warme Wasser nicht mehr vom Kaliwerk kommt, wird auch zu überlegen sein, wie sich die Wasserversorgung auf andere Weise gewährleisten lässt. Denn im jetzigen Zustand kann das öffentliche Netz diese Mengen nicht leisten. Deshalb gab es in der Runde Sorgen vor einem Interessenkonflikt bei der Gutachterfirma Purena, die auch Wasserversorger ist. Das wies Thomas Silbermann, ebenfalls Mitglied des Aufsichtrates, aber zurück: "Das ist eine sehr kompetente Firma."

Zu den Fakten, die berücksichtigt werden müssen, gehört auch das Nichtschwimmerbecken, das aus den Fugen gerät. Riedel kündigte so, dass die Bäderbetriebe das gesamte Verfahren so transparent wie möglich gestalten will. So soll das Purena-Gutachten, das für Anfang August erwartet wird, auch im Internet veröffentlicht werden. Klar sei aber auch, dass die anstehenden Entscheidungen wohl so bedeutend sein werden, dass der Rat sie fällen muss. Und klar ist auch, dass größere Sanierungen auch wieder längere Zeiten nach sich ziehen, in denen das Bad auch im Sommer geschlossen ist.

Zumindest wird das Hallenbad in der Barne im 1. August nach der einmonatigen Pause wieder den Betrieb aufnehmen.

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Von Sven Sokoll

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